„In­ves­to­ren le­gen Grün­de nicht of­fen“

Wolfsburger Allgemeine - - WOLFSBURG -

Sind Aus­stie­ge von In­ves­to­ren bei Neu­bau­pro­jek­ten wie den Hell­win­kel-Ter­ras­sen üb­lich?

Sol­che Aus­stie­ge sind nicht un­üb­lich. Die In­ves­to­ren ar­bei­ten ih­re Pro­jek­te per­ma­nent durch und müs­sen schau­en, ob sich die­se tra­gen. Die ge­nau­en Grün­de für den Aus­stieg le­gen die Un­ter­neh­men auch der Stadt­ver­wal­tung ge­gen­über nicht of­fen.

Kai-Uwe Hirsch­hei­de Stadt­bau­rat

Wel­che Grün­de sind aus Ih­rer Sicht für den Aus­stieg denk­bar?

Das kann die Wirt­schaft­lich­keit des Vor­ha­bens eben­so sein, wie ein zu vol­les Port­fo­lio an Pro­jek­ten bei dem Un­ter­neh­men. Mög­lich sind auch schlicht­weg sich än­dern­de Vor­stel­lun­gen von den je­wei­li­gen Bau­vor­ha­ben.

Neh­men Sie den ak­tu­el­len Ab­sprung von Un­ter­neh­men auch zum An­lass, um Vor­ge­hens­wei­sen kri­tisch zu hin­ter­fra­gen?

Ein Vor­teil bei den Hell­win­kel-Ter­ras­sen ist, dass wir zwei Bau­ab­schnit­te ha­ben. Die Aus­schrei­bung für den zwei­ten Bau­ab­schnitt wird vor­aus­sicht­lich in der ers­ten Jah­res­hälf­te 2018 be­gin­nen. Im Sin­ne ei­ner qua­li­täts­vol­len Wohn­ent­wick­lung wer­den wir dann na­tür­lich schau­en, was wir im Ver­gleich zum ers­ten Ab­schnitt ver­bes­sern kön­nen.

Wel­che Be­deu­tung hat das Neu­bau­ge­biet Hell­win­kelTer­ras­sen für die Stadt Wolfs­burg?

Das Pro­jekt ist ein fes­ter Be­stand­teil in der Wohn­bau­of­fen­si­ve Wolfs­burg 2020. Der An­spruch ist hoch und das Ziel ist es, un­ter­schied­li­che Wohn­for­men für un­ter­schied­li­che Ziel­grup­pen zu rea­li­sie­ren. Bau­ab­schnitt sol­len 400 Wohn­ein­hei­ten ent­ste­hen. „Mög­li­cher­wei­se wer­den es so­gar 500“, sagt Stadt­bau­rat Kai-Uwe Hirsch­hei­de. Aus sei­ner Sicht ist ein Aus­stieg von Un­ter­neh­men noch vor dem ei­gent­li­chen Bau­be­ginn nicht un­üb­lich: „Bei Pro­jek­ten die­ser Grö­ßen­ord­nung ist es nicht un­ge­wöhn­lich, dass zwi­schen­zeit­lich In­ves­to­ren aus un­ter­neh­me­ri­schen Grün­den ein Pro­jekt zu­rück­ge­ben. Ich bin zu­ver­sicht­lich, mit den jetzt vor­han­de­nen In­ves­to­ren ei­ne qua­li­täts­vol­le und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung im Hell­win­kel ver­fol­gen zu kön­nen.“

Nach Aus­sa­ge des Stadt­bau­rats sind der­zeit acht In­ves­to­ren im ers­ten Bau­ab­schnitt ak­tiv. Ges­tern teil­te die Stadt mit, dass drei neue Un­ter­neh­men, die ih­re Kon­zep­te be­reits vor­ge­stellt und da­für die Zu­stim­mung vom Lie­gen­schafts­bei­rat des Ra­tes der Stadt Wolfs­burg er­hal­ten ha­ben, mit im Boot sind.

Ab Mit­te 2018 sol­len über 100 Miet­woh­nun­gen des ge­ho­be­nen Seg­ments am Wald­rand rea­li­siert wer­den. Wei­te­re 40 Wohn­ein­hei­ten sol­len an der Reis­lin­ger Stra­ße ent­ste­hen.

„Be­son­de­res Au­gen­merk liegt bei der Stadt auf der Ent­wick­lung von Bau­grup­pen, weil die­se Wohn­form we­sent­li­cher Be­stand­teil ei­nes zu­kunfts­ori­en­tier­ten Wohn­quar­tiers ist“, sagt Stadt­spre­cher Ralf Schmidt. Auch da­für sei ein Bau­grup­pen­ent­wick­ler ge­fun­den wor­den. Für drei wei­te­re Bau­fel­der lie­fen die Pla­nun­gen.

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