„In­vest­ments für E-Au­tos wer­den sich rech­nen“

VW-Chef Mül­ler sprach vor Top-Ma­na­gern des Kon­zerns in Wolfs­burg – Mar­ken sol­len sich stär­ker von­ein­an­der ab­gren­zen

Wolfsburger Allgemeine - - WOLFSBURG - FO­TO: AR­CHIV

WOLFS­BURG. VW-Kon­zern­chef Mat­thi­as Mül­ler hat kei­ne Zwei­fel am Er­folg der Elek­tro­mo­bi­li­tät. Er ge­he da­von aus, dass sich die In­vest­ments schon in we­ni­gen Jah­ren rech­nen wer­den, sag­te Mül­ler ges­tern in Wolfs­burg nach VW-An­ga­ben vor Top­Ma­na­gern al­ler Kon­zern­mar­ken und aus al­len Re­gio­nen. Die Kos­ten für Bat­te­ri­en wür­den wei­ter sin­ken, die De­ckungs­bei­trä­ge kon­ti­nu­ier­lich stei­gen. Im Ge­gen­zug dürf­ten sich kon­ven­tio­nel­le Ver­bren­nungs­an­trie­be we­gen der im­mer här­te­ren

VW-Chef Mat­thi­as Mül­ler: Kei­ne Zwei­fel am Er­folg der Elek­tro­mo­bi­li­tät.

An­for­de­run­gen bei den Emis­sio­nen deut­lich ver­teu­ern: „In der Über­gangs­zeit, bis sich die Kur­ven kreu­zen – nach mei­ner The­se in fünf bis sie­ben Jah­ren –, fi­nan­zie­ren wir mit den Ge­win­nen aus den klas­si­schen Fahr­zeu­gen die Vor­leis­tun­gen für die künf­ti­gen“, sag­te er.

Der VW-Kon­zern hat seit ges­tern rund 400 Top-Ma­na­ger zur zwei­tä­gi­gen „Glo­bal Top Ma­nage­ment Con­fe­rence“(GTMC) in die Au­to­stadt nach Wolfs­burg ge­la­den. Mül­ler er­klär­te sei­ner obers­ten Füh­rungs­rie­ge mit Blick auf E-Mo­bi­li­tät, Di­gi­ta­li­sie­rung und au­to­no­mes Fah­ren: „Wir küm­mern uns jetzt end­lich mit der nö­ti­gen Kraft um die gro­ßen Zu­kunfts­the­men. Vie­les hat­ten wir zu lan­ge lie­gen las­sen. Wir sind viel­leicht bei ei­ni­gen The­men et­was spät dran. Aber si­cher nicht zu spät.“

Die ein­zel­nen Mar­ken des Kon­zerns sol­len sich laut Mül­ler künf­tig stär­ker von­ein­an­der ab­gren­zen. „Mit dem Vor­stands­be­schluss vom Sep­tem­ber sind die Wei­chen ge­stellt: Für Eu­ro­pa wur­den 14 Kun­den­grup­pen de­fi­niert und im Be­zug auf ihr Mo­bi­li­täts­ver­hal­ten ana­ly­siert“, so Mül­ler. Auf die­ser Grund­la­ge sei jetzt ein Ziel­bild für die drei gro­ßen Vo­lu­men­mar­ken VW, Seat und Sko­da im Vor­stand ver­ab- schie­det wor­den. „Das ist kei­ne Fin­ger­übung, son­dern ver­bind­li­cher Re­fe­renz­rah­men für Mar­ken­po­si­tio­nie­rung, Pro­dukt­pla­nung, Auf­tritt der Mar­ken vor Kun­de. (...) Im nächs­ten Schritt er­folgt die Aus­wei­tung auf Pre­mi­um­seg­men­te und an­de­re Re­gio­nen“, er­klär­te Mül­ler.

Zum Bild des VW-Kon­zerns in der Öf­fent­lich­keit sag­te Mül­ler: „In dem Ma­ße, in dem die Ve­rän­de­run­gen, die wir im Kon­zern in Gang ge­setzt ha­ben, sicht­bar und ver­stan­den wer­den, wird auch un­ser Bild in der Öf­fent­lich­keit wie­der dif­fe­ren­zier­ter und po­si­ti­ver aus­fal­len. Die IAA in Frank­furt mit der aus­ge­spro­chen po­si­ti­ven Be­richt­er­stat­tung über un­se­re Elektrooffen­si­ve und die Neu­hei­ten der Mar­ken war da­für ein wich­ti­ger Schritt.“

FO­TO: VOLKS­WA­GEN (TWIT­TER)

Ma­nage­ment-Kon­fe­renz in der Au­to­stadt: VW-Chef Mat­thi­as Mül­ler sprach zur La­ge des Kon­zerns.

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