Land­tag: Nur ein Kan­di­dat aus Wolfs­burg wird’s schaf­fen

Wahl: Zwei Wolfs­bur­ger Ab­ge­ord­ne­te in Han­no­ver wird’s wohl nicht wie­der ge­ben

Wolfsburger Allgemeine - - WOLFSBURG - VON UL­RICH FRAN­KE

WOLFS­BURG. Aus zwei mach eins: Zur­zeit ist Wolfs­burg mit zwei Ab­ge­ord­ne­ten im Land­tag ver­tre­ten, das wird sich nach der Wahl än­dern. Wenn kein mitt­le­res Wun­der ge­schieht, schafft nur Pe­ter Kas­sel (CDU) oder Im­ma­co­la­ta Glo­se­mey­er (SPD) als Ge­win­ner des Wahl­krei­ses 7 den Sprung nach Han­no­ver. Über die Lan­des­lis­ten ih­rer Par­tei­en ha­ben die Wolfs­bur­ger Di­rekt­kan­di­da­ten kei­ne Chan­ce – oder ste­hen gar nicht erst drauf.

Zur­zeit sit­zen An­ge­li­ka Jahns für die CDU und Im­ma­co­la­ta Glo­se­mey­er für die SPD im nie­der­säch­si­schen Land­tag; Jahns, die nicht wie­der kan­di­diert, ge­wann den Wahl­kreis di­rekt, Glo­se­mey­er schaff­te den Sprung über Platz 18 auf der Lan­des­lis­te ih­rer Par­tei. Das wird dies­mal kaum klap­pen – we­gen ei­ner in­ter­nen Neu­ord­nung der Lan­des­lis­te lan­de­te sie nur auf Platz 20, zu­dem dürf­te die AfD in den Land­tag ein­zie­hen und da­mit Plät­ze be­set­zen. „Über die Lis­te wird das eher schwie­rig“, weiß Im­ma­co­la­ta Glo­se­mey­er auch selbst. Ihr Ziel kön­ne nur das Di­rekt­man­dat sein, sagt sie: „Wer mich im Land­tag se­hen will, der muss mich schon wäh­len.“Glei­ches gilt al­ler­dings auch für Pe­ter Kas­sel, der nach dem Ab­schied von An­ge­li­ka Jahns erst­mals für die CDU kan­di­diert. Sein Lis­ten­platz 56 ist jen­seits von Gut und Bö­se, dar­um „kon­zen­trie­re ich mich voll und ganz dar­auf, das Di­rekt­man­dat zu ho­len“, sagt er. Ei­ner Stadt mit so im­men­ser wirt­schaft­li­cher Be­deu­tung wie Wolfs­burg stün­de es zwar gut zu Ge­sicht, mehr Ab­ge­ord­ne­te nach Han­no­ver zu ent­sen­den. Dar­aus aber wird wohl nichts wer­den, denn die klei­ne­ren Par­tei­en ha­ben so gut wie kei­ne Chan­cen. Ganz auf ei­nen Lis­ten­platz ver­zich­ten Axel Bos­se von den Grü­nen („In im­mer stär­ker per­so­na­li­sier­ten Wahl­kämp­fen ist es wich­tig, dass Par­tei­en ein mög­lichst be­kann­tes Ge­sicht prä­sen­tie­ren“), Ste­pha­nie Schar­fen­berg von der AfD („Ich möch­te mei­ner Par­tei trotz­dem ein Ge­sicht ge­ben und zei­gen, dass wir nicht in die rech­te Ecke ge­hö­ren“) und Bas­ti­an Zim­mer­mann von den Lin­ken. Der al­ler­dings will sich nicht so leicht ge­schla­gen ge­ben: „Wo steht denn, dass nur Kan­di­da­ten von SPD oder CDU ein Di­rekt­man­dat ge­win­nen kön­nen?“Frank Ho­cke von der FDP steht zwar auf Platz 66 sei­ner Lan­des­lis­te, rei­chen wird das aber nicht. Trotz­dem ist ihm die Plat­zie­rung wich­tig: „So kann ich Netz­wer­ke auf­bau­en. Ich will auch oh­ne Man­dat die Lan­des­po­li­tik mit­ge­stal­ten, das geht auch in Ar­beits­grup­pen und Aus­schüs­sen.“

FO­TOS: DPA/AR­CHIV

Wer zieht in den Land­tag ein? Pe­ter Kas­sel (CDU, v.l.) und Im­ma­co­la­ta Glo­se­mey­er (SPD) ma­chen das Di­rekt­man­dat wohl un­ter sich aus, Axel Bos­se (Grü­ne), Bas­ti­an Zim­mer­mann (Lin­ke), Frank Ho­cke (FDP) und Ste­pha­nie Schar­fen­berg (AfD) ha­ben kaum ei­ne Chan­ce.

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