Mann (55) prell­te Ex-Frau um 25.000 Eu­ro

Amts­ge­richt ver­ur­teilt An­ge­klag­ten zu Geld­stra­fe – Quit­tung er­schli­chen

Wolfsburger Allgemeine - - WOLFSBURG - Fra

WOLFS­BURG. Zu 3600 Eu­ro Geld­stra­fe hat das Amts­ge­richt ei­nen Be­trü­ger ver­ur­teilt. Zu­dem muss der 55Jäh­ri­ge 25.000 Eu­ro rau­rü­cken – um die­sen Be­trag hat­te der Mann nach Über­zeu­gung des Ge­richts sei­ne Ex-Frau ge­prellt. Und das mit ei­nem mehr als plum­pen Trick.

Im März 2016 hat­te sich das Paar schei­den las­sen und schloss in die­sem Zu­ge ei­nen Ver­gleich: Als Ver­mö­gens­aus­gleich ha­be der Mann der Frau 70.000 Eu­ro zu zah­len. Man ver­ein­bar­te drei Ra­ten und Bar­zah­lung. Im Ju­ni letz­ten Jah­re tra­fen sich die bei­den, der Mann hat­te ei­ne brau­ne Geld­ta­sche da­bei, In­halt: 25.000 Eu­ro. Sie stell­te ei­ne Quit­tung aus, er über­gab das Geld, al­les gut. Im De­zem­ber traf man sich wie­der, der Mann zeig­te die glei­che brau­ne Geld­ta­sche vor, die Frau quit­tier­te den Er­halt wei­te­rer 25.000 Eu­ro – der Mann be­dank­te sich und düs­te mit der Quit­tung da­von, oh­ne ei­nen Cent raus­zu­rü­cken; so je­den­falls die An­kla­ge.

Al­les er­stun­ken und er­lo­ge­ben gen, be­haup­te­te der An­ge­klag­te vor Ge­richt. Mit sol­chem Är­ger ha­be er be­reits ge­rech­net: „Sie hat ge­sagt, ich wür­de bü­ßen.“War­um er denn dann das Geld nicht über­wie­sen oder we­nigs­tens im Bei­sein von Zeu­gen über­Ob’s ha­be, woll­te die Rich­te­rin wis­sen. Ei­ne Ant­wort hat­te der 55-Jäh­ri­ge auch nicht pa­rat: „Wä­re wohl bes­ser ge­we­sen.“Auf je­den Fall ha­be er al­les be­zahlt. Das vie­le Geld ha­be er durch den Ver­kauf sei­ner Hob­by­Samm­lung zu­sam­men be­kom­men – Old­ti­mer und Mi­li­tär­tech­nik bis hin zu ei­nem kom­plet­ten Pan­zer – „den woll­te ich ei­gent­lich be­hal­ten.“

Als Zeu­gin schil­der­te die Ex-Frau noch­mal ih­re Ver­si­on, fürs Ge­richt glaub­haft. Zu­mal die Frau so­gar sich selbst be­las­tet: Wei­te­re 50.000 Eu­ro Ver­mö­gens­aus­gleich ha­be man ne­ben dem of­fi­zi­el­len Ver­gleich un­ter der Hand ver­ein­bart, um Ge­büh­ren zu spa­ren. das Ge­richt glaub­te der Ex-Frau und ver­ur­teil­te den An­ge­klag­ten zu 90 Ta­ges­sät­zen zu je 40 Eu­ro – un­term Strich 3600. Zu­dem wur­de die Ein­zie­hung der er­gau­ner­ten 25.000 Eu­ro an­ge­ord­net. Rechts­kräf­tig wur­de das Ur­teil al­ler­dings noch nicht; wo­mög­lich gibt’s Be­ru­fung.

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