Mau­er­bau ruht: Ar­beits­grup­pe soll wei­ter dis­ku­tie­ren

Bür­ger­ver­samm­lung in Eh­men zum Lärm­schutz ver­lief für kei­ne Sei­te be­son­ders zu­frie­den­stel­lend

Wolfsburger Allgemeine - - FALLERSLEBEN - VON ANDREA MÜL­LER-KUDELKA FO­TO: BO­RIS BASCHIN

EH­MEN. Kei­ne leich­te Auf­ga­be für Sil­ke Läs­sig: Als – un­be­tei­lig­te – Ver­tre­te­rin der Ver­wal­tung über­nahm sie am Di­ens­tag­abend die Mo­de­ra­ti­on bei der Bür­ger-In­fo-Ver­an­stal­tung zum Lärm­schutz am Bau­ge­biet „An der Gärt­ne­rei“in Eh­men. Stadt­bau­rat Kai-Uwe Hirsch­hei­de, Stadt­pla­ner Pe­ter Al­brecht und In­ves­tor Thors­ten Schmidt sa­ßen auf dem Po­di­um, mehr als 200 er­bos­te Bür­ger da­vor. Ih­re For­de­rung: Die Mau­er muss weg!

Schil­der mit die­sem Slo­gan hat­ten zwei An­lie­ger am Ein­gang ver­teilt und et­li­che Be­su­cher der Ver­an­stal­tung nah­men sie gern, um sie im Lau­fe des Abends hoch­zu­hal­ten. „Ja, es ist an­ge­kom­men“, sag­te Hirsch­hei­de ir­gend­wann fast re­si­gnie­rend. Zu­vor hat- ten Ver­wal­tung und An­woh­ner meist an­ein­an­der vor­bei ge­re­det. Das Po­di­um hoff­te auf Vor­schlä­ge zur wei­te­ren Gestal­tung der Wand, die Bür­ger da­ge­gen zwei­fel­ten noch im­mer grund­sätz­lich an der Not­wen­dig­keit für ih­ren Bau.

Dar­an än­der­ten auch die In­fos zum Sach­stand nichts. Der sieht so aus: Egal ob mit oder oh­ne Am­pel an der ge­ra­de ent­ste­hen­den Kreu­zung ins Bau­ge­biet – ei­ne durch­gän­gi­ge, drei Me­ter ho­he Lärm­schutz­wand ist Pflicht. „Wir kön­nen ver­su­chen, da­für zu sor­gen, dass sie nicht so Schei­ße aus­sieht“, wähl­te Hirsch­hei­de nach dem Zwi­schen­ruf „Bür­ger­nä­he“recht deut­li­che Wor­te. „Ich glau­be nicht, dass ein biss­chen Efeu hilft“, sag­te An­woh­ner Ed­gar Stan­ge, was al­le Bür­ger dach­ten. Dann folg­ten je­de Men­ge Vor­wür­fe so­wie Ent­schul­di­gun­gen, Er­klä­run­gen und Be­schwich­ti­gungs­ver­su­che vom Po­di­um. Erst kurz vor Schluss be­gann ei­ne an­nä­hernd kon­struk­ti­ve Dis­kus­si­on. In­ves­tor Schmidt schlug da­bei vor, die Wand wahl­wei­se hin­ter ei­ne He­cke, Klin­kern, Gam­bi­o­nen oder ei­ner Holz­fas­sa­de zu ver­ste­cken. In ei­ner Ar­beits­grup­pe mit Orts­rats­ver­tre­tern, Ver­wal­tung und ei­ner Hand­voll Bür­ger soll wei­ter dis­ku­tiert wer­den. Bis es Er­geb­nis­se gibt, ruht der Mau­er­bau. Es feh­len noch et­wa 30 Me­ter.

Bür­ger an der Mau­er: Bei der Ver­samm­lung wur­de deut­lich, dass sich der Be­ton wohl nicht weg­dis­ku­tie­ren lässt. Aber viel­leicht hin­ter ei­ner He­cke ver­ber­gen.

FO­TO: A. MÜL­LER-KUDELKA

Kri­tik: Als „Ali­bi-Ver­an­stal­tung“emp­fand der Bür­ger am Mi­kro die Ver­samm­lung, die Ver­wal­tung wies das zu­rück.

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