Mie­ser De­al mit Bil­lig-Laut­spre­chern

Mut­maß­li­che Be­trü­ger bo­ten ei­nem Wolfs­bur­ger „Schnäpp­chen“an – 43-Jäh­ri­ger ging zur Po­li­zei

Wolfsburger Allgemeine - - WOLFSBURG - (* Na­me von der Re­dak­ti­on ge­än­dert)

WOLFSBURG. Sie bie­ten ver­meint­li­che Qua­li­täts­laut­spre­cher an, die aber fast nichts wert sind. Mit die­ser Ma­sche ver­su­chen zur­zeit of­fen­bar Be­trü­ger, in Wolfsburg das schnel­le Geld zu ma­chen. Aber Vor­sicht: Die ver­meint­li­chen Schnäpp­chen sind Bil­lig­pro­duk­te, hin­ter­her hat man zu Hau­se nicht den tol­len Sound, son­dern nur Är­ger.

Ste­fan Krü­ger (*) ging am Mitt­woch den Schacht­weg ent­lang. „Da hielt ne­ben mir ein wei­ßer Trans­por­ter“, er­zählt der Wolfs­bur­ger (43). Zwei Män­ner hät­ten ihn mit ei­ner Ge­schich­te an­ge­spro­chen, die stut­zig macht. Im Auf­tra­ge ei­ner Ham­bur­ger Fir­ma soll­ten sie in Wolfsburg zwölf teu­re Laut­spre­cher der Mar­ke Bo­se ver­kau­fen. Ihr Chef ha­be ih­nen aber ver­se­hent­lich zwei Ex­em­pla­re mehr in den Mer­ce­des ge­la­den. Die­se kön­ne Ste­fan Krü­ger für nur 1000 Eu­ro kau­fen. La­den­preis: 6000 Eu­ro.

Zu­ge­schla­gen hat er nicht – auch wenn die Ver­su­chung groß war. „Man är­gert sich über sich selbst, dass man dar­über über­haupt nach­denkt“, ge­steht der Wolfs­bur­ger ein. Aber: „Die wis­sen, wie sie mit ei­nem re­den müs­sen, plötz­lich kommt man ins Gr­ü­beln.“

Zu Hau­se such­te er nach ent­spre­chen­den Stra­ßen­de­als im In­ter­net. Und sie­he da: Un­ter an­de­rem die „Ham­bur­ger Mor­gen­post“hat­te schon über das Ge­schäfts­mo­dell der „Laut­spre­cher-Ma­fia“be­rich­tet. Die Ge­rä­te sei­en in der Re­gel asia­ti­sche Bil­lig­pro­duk­te.

Ste­fan Krü­ger ging zur Po­li­zei, mel­de­te den ver­such­ten Be­trug und gab den Be­am­ten auch das Kenn­zei­chen des Trans­por­ters – of­fen­bar ein Leih­wa­gen.

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