Kein „Schre­cken und Stau­nen“mehr: Im Hoff­mann­saal wird wie­der ge­fei­ert

Nach fast zwei­ein­halb Jah­ren gab’s ein bun­tes Wie­der­er­öff­nungs­fest – Sa­ra­to­ga Se­ven, Ge­dich­te und His­to­ri­sches

Wolfsburger Allgemeine - - ORTSTEILE - VON BURK­HARD HEU­ER

FAL­LERS­LE­BEN. Fast zwei­ein­halb Jah­re ha­ben die Fal­lers­le­ber auf ih­ren Hoff­mann­saal ver­zich­ten müs­sen, fan­den hier kei­ne Fei­ern und Fes­te statt – statt­des­sen plan­ten Ex­per­ten zu­kunfts­wei­sen­den Brand­schutz, be­sei­tig­ten ein­sturz­ge­fähr­de­te Wän­de und schwan­gen Mau­rer die Kel­le. Mitt­ler­wei­le sind die Ar­bei­ten ab­ge­schlos­sen und der Saal ist wie­der sei­ner Be­stim­mung über­ge­ben. Grund ge­nug für Päch­ter und Wirt Uwe Ei­lert so­wie Orts­bür­ger­meis­te­rin Bär­bel Weist, zu ei­ner Wie­der­er­öff­nungs­fei­er ein­zu­la­den. Rund 200 Gäs­ten wur­de am Don­ners­tag ein bun­tes Pro­gramm mit Mu­sik, Ge­dich­ten und Sket­chen ge­bo­ten.

In ih­rer Be­grü­ßungs­an­spra­che ließ die Orts­bür­ger­meis­te­rin die Bau­pha­se Re­vue pas­sie­ren: „Es war ei­ne Zeit zwi­schen Schre­cken und Stau­nen“, er­in­nert sie sich. Im­mer wie­der sei­en Bau­pla­ner und Fir­men vor neue Her­aus­for­de­run­gen ge­stellt wor­den, doch letzt­lich dür­fe man au­ßer­or­dent­lich zu­frie­den sein mit dem, was schließ­lich ent­stan­den sei. „Nun ge- nie­ßen wir al­le ge­mein­sam die­ses wun­der­schö­ne Am­bi­en­te“, sag­te Bär­bel Weist. Päch­ter Uwe Ei­lert dank­te sei­nen Gäs­ten für die un­er­schüt­ter­li­che Ge­duld, wünsch­te ei­nen net­ten Abend und net­te Ge­sprä­che: „Lan­ge ge­nug ha­ben wir ja ge­war­tet.“Nun wer­de der tra­di­ti­ons­rei­che Saal ganz si­cher wie­der zu ei­nem der kul­tu­rel­len Mit­tel­punk­te Fal­lers­le­bens.

Zu­dem hat­te der Wirt für Über­ra­schun­gen ge­sorgt: Für die schwung­vol­le mu­si­ka­li- sche Un­ter­hal­tung sorg­ten die dies­mal zu sechst an­ge­tre­te­ne Jazz­band Sa­ra­to­ga Se­ven, die ih­re Wur­zeln teil­wei­se in der Hoff­mann­stadt hat. Mitt­ler­wei­le ist die Band weit dar­über hin­aus be­kannt, le­gen­där sind die Be­ne­fi­z­auf­trit­te der ge­stan­de­nen Her­ren um Horst „Pops“Po­pan­da. Al­lein bei Tra­di­ti­ons­gast­spie­len in Braun­schweig ha­ben die Sa­ra­to­gas 148.000 Eu­ro an Spen­den­gel­dern ein­ge­spielt.

Un­ter­halt­sam und tem­pe­ra­ment­voll er­leb­ten die Gäs­te die Rund­funk­re­dak­teu­rin El­ke Weist („An­ten­ne Nie­der­sach­sen“) mit drei zor­ni­gen Ge­dich­ten („Von“, „Knüp­pel aus dem Sack“und „Ver­wöh­nung“) aus der Fe­der Hein­rich Hoff­manns von Fal­lers­le­ben, wäh­rend Irm­gard Gün­ther, Hans-Erich Ko­pisch­ke und Karl-Heinz (Kal­le) Trunk in his­to­ri­schen Ko­s­tü­men ei­ne fik­ti­ve Sze­ne aus Hoff­manns Le­ben dar­brach­ten. Spiel­ort war der ehe­ma­li­ge Kuh­stall am Hoff­mann­haus, der Platz, auf dem heu­te der Saal steht. Ul­ri­ke Köp­pe las schließ­lich amü­san­te Pas­sa­gen aus dem Hei­mat­buch des ehe­ma­li­gen Stadt­di­rek­tors Ot­to Wol­gast.

FO­TO: SE­BAS­TI­AN BISCH

Hoff­mann­haus in Fal­lers­le­ben: Der Hoff­mann­saal ist nach lan­ger Re­no­vie­rung wie­der­er­öff­net.

FO­TOS (4): BURK­HARD HEU­ER

His­to­ri­sches bei der Wie­der­er­öff­nungs­fei­er: Im neu ge­stal­te­ten Saal wur­de auch ei­ne fik­ti­ve Sze­ne aus Hoff­manns Le­ben ge­zeigt.

Sorg­te für schwung­vol­le mu­si­ka­li­sche Un­ter­hal­tung: Die Jazz­band Sa­ra­to­ga Se­ven.

Un­ter­halt­sam und tem­pe­ra­ment­voll: El­ke Weist las zor­ni­ge Ge­dich­te von Hoff­mann von Fal­lers­le­ben.

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