Zu­sätz­li­che Kos­ten beim Kauf

Tageblatt (Luxembourg) - - Thema | Elektromobilität -

Elek­tro­au­tos sind deut­lich teu­rer als ver­gleich­ba­re Mo­del­le mit Ver­bren­nungs­mo­to­ren– das hat sich auch in den letz­ten Jah­ren noch nicht grund­le­gend ver­än­dert. E-Au­tos un­ter 21.000 Eu­ro sind bis­her nicht er­hält­lich. Das schreckt Kun­den ab – auch in Lu­xem­burg. Bis­lang sind auch nur 533 E-Flit­zer in Lu­xem­burg an­ge­mel­det, weit weg von dem ge­setz­ten Ziel von 40.000 Elek­tro-Fahr­zeu­gen. So­gar wenn man al­le an­dern Ve­hi­kel mit­zählt, kommt man auf nur knapp über 1.000 elek­trisch be­trie­be­ne Fahr­ge­rä­te. Die Prei­se er­klä­ren sich durch die ho­hen Kos­ten bei der Pro­duk­ti­on der Bat­te­rie und die Geld­sum­men, die in die Wei­ter­ent­wick­lung der Elek­tro­fahr­zeu­ge ge­steckt wer­den. Auf den Grund­preis kom­men dann wie bei „nor­ma­len“Au­tos die Ex­tra-Aus­stat­tun­gen, die ein Käu­fer ger­ne hät­te.

„Im Ge­gen­satz zum Ver­bren­nungs­mo­tor müs­sen Sie dann auch nicht mehr re­gel­mä­ßig zur Re­vi­si­on so­wie zum Öl- und Fil­ter­wech­sel. Das er­spart Ih­nen ei­ni­ges an Kos­ten“, er­klärt der Ver­käu­fer ei­nes E-Au­tos ge­flis­sent­lich wäh­rend des Ver­kaufs­ge­sprächs. Da­für soll­te ein Kun­de aber auf an­de­re Kos­ten ach­ten. Denn je nach­dem, für wel­ches Fahr­zeug man sich ent­schei­det, mie­tet der Käu­fer die Au­to­bat­te­rie nur an. Pro Mo­nat kom­men dann zwi­schen 40 und 600 Eu­ro Miet­zah­lun­gen auf ei­nen zu. Ent­schei­det man sich da­zu, die Bat­te­rie gleich mit zu kau­fen, wird das E-Au­to gleich um ei­ni­ge tau­send Eu­ro teu­rer. Soll­te dann nach acht bis zehn Jah­ren die Elek­tro­bat­te­rie aus­zu­tau­schen sein, muss die­se neue Bat­te­rie eben­falls ge­kauft wer­den.

Da­mit ist es aber noch nicht ge­tan. Denn wenn man sein Au­to nicht bis zu 15 St­un­den an der nor­ma­len Steck­do­se la­den möch­te, muss der Käu­fer auch die An­schaf­fung ei­ner La­de­sta­ti­on ein­kal­ku­lie­ren.

Zu­nächst muss das lo­gis­tisch funk­tio­nie­ren: Oh­ne ei­ne ei­ge­ne Ga­ra­ge oder pri­va­ten Stell­platz ist man mit sei­nem Latein schnell am En­de und muss auf ei­ne öf­fent­li­che La­de­sta­ti­on in der Nä­he hof­fen.

Hat man al­ler­dings die Mög­lich­keit, kos­tet die La­de­sta­ti­on zwi­schen 600 und 900 Eu­ro zu­sätz­lich der In­stal­la­ti­ons­kos­ten. Bei Tes­la schätzt der Ver­käu­fer die Ge­samt­sum­me auf et­wa 1.000 Eu­ro. Der Re­nault-Ver­käu­fer ver­weist auf ei­ne Kos­ten­schät­zung des je­wei­li­gen Strom­an­bie­ters, bie­tet aber ei­ne Be­tei­li­gung an den An­schaf­fungs­kos­ten an. Auf der Eno­vos-Web­site lie­gen die Prei­se für ei­ne ei­ge­ne La­de­sta­ti­on bei 1.400 bis 2.229 Eu­ro.

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