Ver­fas­sungs­re­form: CSV ge­gen LSAP

VER­FAS­SUNGS­RE­FORM CSV re­agiert auf LSAP-Kri­tik

Tageblatt (Luxembourg) - - Politik | Economie | Kultur - Ni­co Wild­schutz

Der CSV-Ab­ge­ord­ne­te Lé­on Glo­den re­agier­te am Frei­tag im Ge­spräch mit dem Ta­ge­blatt auf die Vor­wür­fe von LSAP-Po­li­ti­ker Alex Bo­dry.

„Wir sind fast durch mit der Ver­fas­sungs­re­form“, hat­te Bo­dry am Mitt­woch ge­sagt. Er wol­le noch im Früh­jahr nächs­ten Jah­res den Be­richt in der Kom­mis­si­on vor­le­gen. Der CSV, die die Re­form nicht vor den nächs­ten Par­la­ments­wah­len mit­tra­gen will, warf der LSAP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de vor, dass sie sich ge­ra­de im Wahl­kampf­mo­dus be­fän­de und auf kei­nen Fall wol­le, dass das Bild der Op­po­si­ti­on brö­ckelt.

„Grund­stein un­se­rer Ge­sell­schaft“

Da es sich bei der Ver­fas­sungs­re­form um ein sehr um­fang­rei­ches Pro­jekt han­delt, wur­den vier Be­richt­er­stat­ter hier­für be­stimmt. Glo­den über­nimmt die­se Auf­ga­be für die CSV. „Herr Bo­dry ver­sucht uns un­ter Druck zu set­zen, weil er die Feh­ler sei­ner ei­ge­nen Par­tei und der Re­gie­rung nicht ein­se­hen will“, mein­te er.

Die Re­gie­rung ha­be an­dert­halb Jah­re mit dem Re­fe­ren­dum von 2015 ver­lo­ren, statt wei­ter an der Ver­fas­sung zu ar­bei­ten. Nun sei sie un­ter Zeit­druck. Bo­dry wol­le „als der Kom­mis­si­ons­prä­si­dent in die Ge­schich­te ein­ge­hen, un­ter dem die Ver­fas­sungs­re­form ge­stimmt wur­de“. Glo­dens Par­tei be­fürch­tet aber, dass die Ab­stim­mung der Ver­fas­sungs­re­form dem po­li­ti­schen Dis­kurs ei­nes Wahl­jah­res zum Op­fer fal­len könn­te. Des­we­gen er­ge­be es kei­nen Sinn mehr, dar­über ab­zu­stim­men. „Die Ver­fas­sung ist der Grund­stein un­se­rer Ge­sell­schaft“, so Glo­den. Es müss­ten noch ein­ge­hen­de­re Ge­sprä­che mit der Be­völ­ke­rung ge­führt wer­den, so­gar wenn der Text im Früh­jahr nächs­ten Jah­res ste­hen soll­te.

Doch so­gar an der Zeit­an­ga­be des LSAP-Po­li­ti­kers zwei­felt der CSV-Ab­ge­ord­ne­te: „Die Mehr­heit hat schon im­mer Zeit­plä­ne vor­ge­legt, die nicht ein­ge­hal­ten wur­den.“Es ha­be „sub­stan­zi­el­le“Än­de­run­gen am Text ge­ge­ben und des­we­gen kön­ne man nicht be­ur­tei­len, ob der Staats­rat sein Gut­ach­ten bis De­zem­ber vor­le­gen kön­ne.

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