AHA for­dert Kon­trol­le des Wer­te­un­ter­richts

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Die Al­li­anz der At­he­is­ten, Hu­ma­nis­ten und Agnos­ti­ker (AHA) be­grüßt grund­sätz­lich die Ab­schaf­fung des Re­li­gi­ons­un­ter­richts und die Ein­füh­rung des neu­en Fachs „Le­ben und Ge­sell­schaft“in den öf­fent­li­chen Schu­len des Lan­des. Da­mit sei die „re­li­giö­se In­dok­tri­na­ti­on“end­gül­tig Ver­gan­gen­heit. Da­für ha­be sich die Al­li­anz seit Jah­ren ein­ge­setzt.

Al­ler­dings geht nun die For­de­rung an das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um, si­cher­zu­stel­len, dass die ehe­ma­li­gen Re­li­gi­ons­leh­rer, die das neue Fach nun un­ter­rich­ten, dies kon­fes­si­ons­neu­tral ma­chen. Ei­ne Er­folgs­kon­trol­le, et­wa nach ei­nem Jahr, ist aus Sicht der AHA un­um­gäng­lich.

Tat­säch­lich dürf­te der Ver­ein da­mit bei Bil­dungs­mi­nis­ter Clau­de Meisch (DP) of­fe­ne Tü­ren ein­ren­nen.

Ge­gen­über dem Ta­ge­blatt sag­te Meisch im Au­gust: „Wir sind ge­ra­de da­bei, ei­ne breit an­ge­leg­te Aus­wer­tung zu ma­chen. Wir re­den mit Schü­lern, El­tern und Leh­rern. Wir wol­len er­fah­ren, wie sie das neue Fach er­lebt ha­ben. Ich bin auf das Re­sul­tat sehr ge­spannt.“

Und wei­ter sag­te der Mi­nis­ter: „Im Vor­feld wur­de viel dar­über dis­ku­tiert, wie viel über Re­li­gi­on ge­spro­chen wer­den soll oder muss. Wir ha­ben dem­ent­spre­chen­de Vor­ga­ben ge­macht und müs­sen prü­fen, ob die­se ein­ge­hal­ten wor­den sind.“

Zur Er­in­ne­rung: Das neue Fach „Le­ben und Ge­sell­schaft“(auch Wer­te­un­ter­richt ge­nannt) wur­de in Lu­xem­burgs öf­fent­li­chen Se­kun­dar­schu­len im letz­ten Schul­jahr ein­ge­führt und er­setzt so­wohl den Re­li­gi­ons­un­ter­richt als auch den lai­zis­ti­schen Moral­un­ter­richt. Ab die­sem Schul­jahr wird das Fach auch in den Grund­schu­len des Lan­des ge­lehrt. Das Fach stützt sich auf di­ver­se Re­fe­ren­z­wis­sen­schaf­ten wie Phi­lo­so­phie, So­zio­lo­gie und auch Theo­lo­gie.

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