Ge­bär­den­spra­che in Lu­xem­burg

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Der Ver­ein So­li­da­ri­tät mit Hör­ge­schä­dig­ten be­grüßt die be­ab­sich­tig­te An­er­ken­nung der Deut­schen Ge­bär­den­spra­che (DGS) durch die lu­xem­bur­gi­sche Re­gie­rung. Das teilt der Ver­ein in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung mit.

Schwer­hö­ri­ge, Ge­hör­lo­se und Er­taub­te in Lu­xem­burg setz­ten sich seit 30 Jah­ren für die An­er­ken­nung der Ge­bär­den­spra­che als gleich­wer­ti­ge Spra­che ne­ben der ge­spro­che­nen Spra­che ein.

Die Si­tua­ti­on der Hör­ge­schä­dig­ten in Lu­xem­burg sei ei­ne sehr he­te­ro­ge­ne, schreibt der Ver­ein. Zwar wer­den taub ge­bo­re­ne Kin­der in der Re­gel noch vor ih­rem zwei­ten Le­bens­jahr mit ei­nem Coch­lea-Im­plan­tat ver­sorgt. Doch es wer­de im­mer ge­hör­lo­se Men­schen ge­ben. Je klei­ner die­se Grup­pe wird, des­to stär­ker sei sie von Aus­gren­zung be­droht, so der Ver­ein.

„Es gibt dar­über hin­aus mehr hör­ge­schä­dig­te Men­schen, die die Ge­bär­den­spra­che nicht be­herr­schen, als je­ne, die sich ih­rer be­die­nen“, so der Ver­ein wei­ter. Die An­er­ken­nung der DGS sei von gro­ßer sym­bo­li­scher Be­deu­tung, dür­fe aber nicht als All­heil­mit­tel an­ge­se­hen wer­den, mit dem die zahl­rei­chen Pro­ble­me der Ge­mein­schaft der Hör­ge­schä­dig­ten Lu­xem­burgs ge­löst wä­ren. gr

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