Auf der Su­che nach dem Kern des Pro­blems

Tageblatt (Luxembourg) - - Welt -

Auf An­trag der USA und Ja­pans wur­de der UN-Si­cher­heits­rat ges­tern (Be­ginn war um 21.00 Uhr MESZ) zu ei­ner Dring­lich­keits­sit­zung ein­be­ru­fen. „Chi­na lie­fert das meis­te Öl nach Nord­ko­rea. Russ­land ist der größ­te Ar­beit­ge­ber von nord­ko­rea­ni­schen Zwangs­ar­bei­tern“, er­klär­te US-Au­ßen­mi­nis­ter Til­ler­son. Bei­de UN-Ve­to­mäch­te müss­ten dem­nach durch „ei­ge­nes di­rek­tes Han­deln“deut­lich ma­chen, dass sie die­se „rück­sichts­lo­sen Ra­ke­ten­tests“Nord­ko­reas nicht to­le­rier­ten. Der Kreml er­klär­te nach ei­nem Te­le­fo­nat von Russ­lands Staats­chef Pu­tin mit sei­nem fran­zö­si­schen Kol­le­gen Ma­cron, bei­de sä­hen in di­rek­ten Ge­sprä­chen mit Pjöng­jang den ein­zi­gen Aus­weg aus der Kri­se. Als Re­ak­ti­on auf den sechs­ten und bis­her ge­wal­tigs­ten Atom­waf­fen­test Nord­ko­reas vom 3. Sep­tem­ber hat­te der UN-Si­cher­heits­rat am Mon­tag ein ach­tes Sank­ti­ons­pa­ket ge­gen Pjöng­jang be­schlos­sen. Chi­na wies die US-For­de­rung nach ei­nem strik­te­ren Vor­ge­hen ge­gen sei­nen Ver­bün­de­ten zu­rück. Der Kern des Pro­blems sei der Kon­flikt zwi­schen Nord­ko­rea und den USA – nicht Chi­na sei das Land, das für ei­ne Ver­schär­fung der Span­nun­gen sor­ge, so das Au­ßen­mi­nis­te­ri­um in Pe­king.

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