Bar­geld­lo­ses Zah­len wird im­mer be­lieb­ter

EUROSYSTEM Kar­ten­zah­lung in Lu­xem­burg liegt im Trend

Tageblatt (Luxembourg) - - Economie | Industrie - Je­an-Phil­ip­pe Sch­mit

Im Eu­ro­raum grei­fen die Ver­brau­cher im­mer häu­fi­ger zu bar­geld­lo­sen Be­zahl­mög­lich­kei­ten. Im Jahr 2016 wur­den die­se um 8,5 Pro­zent häu­fi­ger ge­nutzt.

„Pa­pier­geld wird im­mer we­ni­ger ge­nutzt“, so die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. Das Ver­hält­nis Bar­geld-elek­tro­ni­sches Geld steht nun 1 zu 9. Das heißt, für je­den Eu­ro, der in Form von Schei­nen oder Mün­zen aus­ge­ge­ben wird, wer­den neun elek­tro­nisch über­wie­sen. Ver­brau­cher, die kein Cash in die Hand neh­men, grif­fen im Jahr 2016 zu 49 Pro­zent zu den klei­nen Plas­tik­kar­ten. 25 Pro­zent der Trans­ak­tio­nen wa­ren Über­wei­sun­gen und 20 Pro­zent Last­schrif­ten. Ins­ge­samt wech­sel­ten im ver­gan­ge­nen Jahr in der Eu­ro­zo­ne 122 Mil­li­ar­den Eu­ro bar­geld­los den Be­sit­zer.

Die Zahl der Kre­dit- und De­bit­kar­ten wuchs um knap­pe zwei Pro­zent und er­reich­te 804 Mil­lio­nen, es gibt im Eu­ro­raum al­so mehr Geld­kar­ten als Ein­woh­ner. Auf je­den Bür­ger kom­men 1,6 Kar­ten.

Bar­geld

Die Zen­tral­bank konn­te auch die durch­schnitt­li­che Trans­ak­ti­ons­sum­me fest­stel­len. Die­se be­trug 49 Eu­ro pro Trans­ak­ti­on. Da das Ba­re für man­che nicht mehr un­be­dingt das Wah­re ist, ver­wun­dert es auch nicht, dass die Zahl der Geld­au­to­ma­ten zu­rück­ging. Im Jahr 2016 ver­schwand je­der 100. Geld­au­to­mat und am En­de des Jah­res wa­ren es noch 0,44 Mil­lio­nen. In Lu­xem­burg ist das meist­ge­nutz­te bar­geld­lo­se Be­zahl­sys­tem die Kar­ten­zah­lung. Die­ses wur­de für fast zwei Drit­tel al­ler elek­tro­ni­schen Be­zahl­vor­gän­ge ge­nutzt. Über­wei­sun­gen wur­den in ei­nem knap­pen Drit­tel al­ler Trans­ak­tio­nen ge­nutzt, Last­schrif­ten für knap­pe neun Pro­zent.

Im Ge­gen­satz zu Frank­reich oder Zy­pern, wo Schecks ger­ne ge­nom­men wer­den, spie­len die­se im Groß­her­zog­tum kei­ne Rol­le.

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