Dü­de­lin­gen wird Start-up-Stand­ort

IN­NO­VA­TI­ON HUB Bis zu 40 neue Un­ter­neh­men

Tageblatt (Luxembourg) - - Unternehmen - Stefan Oso­rio-Kö­nig

Die Stadt Dü­de­lin­gen star­tet ein Pi­lot­pro­jekt. Mit dem „In­no­va­ti­on Hub Du­de­lan­ge“sol­len sich Start-upUn­ter­neh­men in der Stadt nie­der­las­sen. Das wird auch wei­te­re Ar­beits­plät­ze schaf­fen. Nach­dem Goo­dye­ar erst vor we­ni­gen Wo­chen an­ge­kün­digt hat, in Dü­de­lin­gen ein hoch­mo­der­nes Rei­fen­werk zu bau­en, in dem rund 70 neue Ar­beits­plät­ze ent­ste­hen wer­den, gibt es wie­der gu­te Nach­rich­ten für den Wirt­schafts­stand­ort Dü­de­lin­gen. Im Rah­men des Pro­jek­tes „Neischmelz“sol­len auf dem ehe­ma­li­gen In­dus­trie­are­al In­dus­trie­ver­gan­gen­heit und In­no­va­ti­on ver­bun­den wer­den.

Mit dem „In­no­va­ti­on Hub Du­de­lan­ge“will die Stadt ins­ge­samt bis zu 40 Start-up-Un­ter­neh­men an­sie­deln. Das gab der Bür­ger­meis­ter von Dü­de­lin­gen, Dan Bi­an­ca­la­na, am gest­ri­gen Frei­tag in ei­ner ge­mein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz mit Ver­tre­tern des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums so­wie von Lu­xin­no­va­ti­on und Tech­no­port be­kannt. Dem­ent­spre­chend wer­den auch ei­ne gan­ze Rei­he neu­er Ar­beits­plät­ze ent­ste­hen.

„Das ist ei­ne aus­ge­zeich­ne­te Initia­ti­ve der Stadt Dü­de­lin­gen“, so Wirt­schafts­staats­se­kre­tä­rin Fran­ci­ne Clo­se­ner. „Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um steht voll hin­ter ihr und ko­fi­nan­ziert das Pro­jekt zu 80 Pro­zent. Hier ver­bin­den sich In­dus­trie­ge­schich­te und Zu­kunft.“

Ge­ra­de im Sü­den des Groß­her­zog­tums ver­än­de­re sich im Mo­ment sehr viel. Tech­no­port und Lu­xin­no­va­ti­on, bei­de mit Sitz in Bel­val, un­ter­stüt­zen die Dü­de­lin­ger Initia­ti­ve.

„Im Be­reich Start-ups ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren viel ge­sche­hen. Wir ha­ben mitt­ler­wei­le vie­le öf­fent­li­che und pri­va­te In­ku­ba­to­ren“, so Clo­se­ner wei­ter. „Wir wol­len ei­ne Start-up-Na­ti­on wer­den. Luxemburg ist be­reits jetzt ein at­trak­ti­ver Stand­ort für Star­tups ge­wor­den. Das wird si­cher­lich auch für den In­no­va­ti­on Hub Du­de­lan­ge gel­ten.“

In Dü­de­lin­gen sei viel Platz für Ein­mann­be­trie­be, die in­no­va­ti­ve Ide­en um­set­zen woll­ten. „Al­ler­dings wol­len wir die­se Un­ter­stüt­zung auch für an­de­re krea­ti­ve Be­ru­fe an­bie­ten“, so die Wirt­schafts­staats­se­kre­tä­rin wei­ter. Das wer­de auch in dem ent­spre­chen­den neu­en Ge­setz ver­an­kert. „Für uns ist es wich­tig, dass wir in der Start­pha­se, in der Ban­ken oft­mals noch zu­rück­hal­tend sind, auch ei­ne fi­nan­zi­el­le Über­brü­ckung an­bie­ten.“Des­we­gen sei­en auch der „Di­gi­tal Tech Fund“und der „Lu­xem­bourg Fu­ture Fund“ge­grün­det wor­den.

Bi­an­ca­la­na sind zwei Din­ge wich­tig: so­wohl die in­tel­li­gen­te Nut­zung des ehe­ma­li­gen In­dus­trie­are­als als auch die Schaf­fung neu­er Ar­beits­plät­ze. Der „In­no­va­ti­on Hub Du­de­lan­ge“ent­steht di­rekt bei dem 600 Me­ter lan­gen ehe­ma­li­gen Walz­werk in der rou­te de Vol­me­r­an­ge.

„Mit dem Pro­jekt 'Neischmelz' wol­len wir ge­mein­sam mit der Be­völ­ke­rung ein neu­es Stadt­vier­tel grün­den“, so Dan Bi­an­ca­la­na. Es sol­le ein Öko-Vier­tel wer­den, in dem die In­no­va­ti­on im Vor­der­grund steht.

Die Stadt Dü­de­lin­gen hat die Initia­ti­ve er­grif­fen und zu­sam­men mit den Part­nern aus dem Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, Lu­xin­no­va­ti­on und Tech­no­port wei­ter­ent­wi­ckelt. „Ob­wohl wir noch kei­ne Wer­bung für den In­no­va­ti­on Hub Du­de­lan­ge ge­macht ha­ben, ha­ben be­reits zwei oder drei Starts-ups ihr In­ter­es­se dar­an be­kun­det“, so Bi­an­ca­la­na wei­ter. „Im Ja­nu­ar 2018 soll es dann los­ge­hen. Bis da­hin wer­den wir zu­sam­men mit Lu­xin­no­va­ti­on und Tech­no­port die Aus­wahl der ers­ten Start-up-Un­ter­neh­men tref­fen.“Der In­no­va­ti­on Hub Du­de­lan­ge zielt nicht nur auf Un­ter­neh­men ab, die jün­ger als zwei Jah­re sind, son­dern auch auf sol­che, die be­reits län­ger be­ste­hen. Al­ler­dings be­kom­men die jün­ge­ren Start-ups güns­ti­ge­re Kon­di­tio­nen bei der Mie­te.

„Für uns ist wich­tig, dass die­se Un­ter­neh­men kei­ne Fremd­kör­per in der Stadt blei­ben“, er­klär­te Bi­an­ca­la­na. „Wir möch­ten ei­nen re­gen Aus­tausch mit der Be­völ­ke­rung, zum Bei­spiel über Ta­ge der of­fe­nen Tür, Be­suchs­mög­lich­kei­ten der Starts-ups für Schu­len, aber auch Sy­ner­gi­en mit Un­ter­neh­men und Ver­wal­tun­gen vor Ort.“

Der „In­no­va­ti­on Hub Du­de­lan­ge“wird ne­ben dem 600 Me­ter lan­gen ehe­ma­li­gen Walz­werk (im Hin­ter­grund) an­ge­sie­delt

Newspapers in German

Newspapers from Luxembourg

© PressReader. All rights reserved.