CSG will die Wen­de

EHRENPROMOTION Mo­sel-Der­by am 6. Spiel­tag

Tageblatt (Luxembourg) - - Sport - Lex Bruch

Nach­dem die EP-Ver­ei­ne bei ih­rem ers­ten Auf­tritt im Lan­des­po­kal al­le­samt heil über die Run­de ka­men, steht wie­der die Punk­te­run­de auf dem Pro­gramm. Im Ren­nen um die Auf­stiegs­rän­ge muss Le­a­der Kä­er­jeng beim Ta­bel­len­vier­ten Wiltz Far­be be­ken­nen, in­des der Zweit­plat­zier­te Rü­me­lin­gen die Klin­gen mit der Et­zel­la kreuzt. Äu­ßerst bri­sant ist eben­falls das Mo­sel-Der­by Mer­tert/Was­ser­bil­lig ge­gen Gre­ven­ma­cher. Nach der Auf­takt­nie­der­la­ge in Müh­len­bach blieb die UMW vier­mal in Fol­ge un­ge­schla­gen und be­legt der­zeit Rang drei, der zum Ent­schei­dungs­spiel ge­gen den Dritt­letz­ten aus der BGL Li­gue be­rech­tigt.

„Na­tür­lich freu­en wir uns über die­se Tat­sa­che, doch dies ist le­dig­lich ei­ne Mo­ment­auf­nah­me und es gibt kei­ner­lei Ur­sa­che, des­we­gen ab­zu­he­ben“, stell­te UMW-Coach Mar­cus Weiß mit al­ler Deut­lich­keit klar. „Un­ser Ziel bleibt wei­ter­hin zu­nächst mal der Klas­sen­er­halt und un­ser ak­tu­el­les Pols­ter auf die Ab­stiegs­rän­ge ist enorm wich­tig. Ins­ge­samt 30 Punk­te sind im­mer­hin nö­tig, um der Re­le­ga­ti­on zu ent­rin­nen.“

Nicht nur für Weiß, aber haupt­säch­lich für ihn han­delt es sich beim mor­gi­gen Der­by um ein ganz be­son­de­res Spiel. Der mit 30 Jah­ren jüngs­te Trai­ner der zweit­höchs­ten Li­ga saß näm­lich bis fast ge­nau vor ei­nem Jahr noch beim CSG auf dem Trai­ner­ses­sel, ehe er von Ma­nu­el Pei­xo­to ab­ge­löst wur­de. „Wir ha­ben ei­nen gu­ten Lauf und sind heiß auf die­sen Ver­gleich, wohl­wis­send, dass es sehr eng zu­ge­hen wird und die­ses Der­by wie üb­lich vie­le Emo­tio­nen weckt. Wir sind je­den­falls bes­tens ge­rüs­tet und kön­nen fast aus dem Vol­len schöp­fen.“

Sein Ge­gen­über Car­lo Trier­wei­ler, der seit dem zwei­ten Spiel­tag in der Ver­ant­wor­tung steht, ist sich der Be­deu­tung die­ses Mo­sel-Der­bys durch­aus be­wusst. Denn der CSG steckt in der Klem­me. „So­wohl im phy­si­schen als auch im tak­ti­schen Be­reich ha­ben wir un­se­ren Rück­stand nach ei­ner ver­korks­ten Vor­be­rei­tung all­mäh­lich wett­ge­macht und ich bin recht zu­ver­sicht­lich. Na­tür­lich muss sich dies auch schnells­tens auch auf un­ser Punk­te­kon­to aus­wir­ken, wenn mög­lich be­reits mor­gen.“

Mit le­dig­lich ei­nem mick­ri­gen Zäh­ler ist der CSG un­rühm­li­cher Trä­ger der ro­ten La­ter­ne. Erst zwei­mal traf der Dou­ble-Sie­ger von 2003 ins Schwar­ze, kas­sier­te aber be­reits 16 Ge­gen­to­re. An­ders aus­ge­drückt, harm­lo­ses­ter An­griff und schlech­tes­te Ver­tei­di­gung! „Es macht kei­nen Sinn, uns ver­rückt zu ma­chen und es ist ab­so­lut ver­früht, al­les in Fra­ge zu stel­len und in Pa­nik zu ge­ra­ten. Wir be­nö­ti­gen kei­nen Nach­hil­fe­un­ter­richt, um die Ta­bel­le zu le­sen, son­dern sind da­zu selbst in der La­ge. Ich spü­re bei den Trai­nings­ein­hei­ten, dass mei­ne Jungs ei­nen sehr gro­ßen Wil­len ha­ben, die Moral ist in­takt und ich bin fel­sen­fest da­von über­zeugt, dass wir die Kur­ve krie­gen“, be­haup­te­te Trier­wei­ler.

„Der Po­kal­sieg in Bet­tem­burg war zwar nicht un­be­dingt sou­ve­rän, doch wir be­fin­den wir uns auf dem rech­ten Weg. Die­ses Der­by möch­ten wir un­be­dingt zu un­se­ren Guns­ten ent­schei­den. Wich­tig, dass Gas­par und Ab­dul­lei wie­der ein­satz­fä­hig sind, wäh­rend Ab­wehr­spie­ler Ba­lo­ta lei­der aus be­ruf­li­chen Grün­den nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen wird. Dies ist ein her­ber Ver­lust.“

CSG-Trai­ner Car­lo Trier­wei­ler glaubt, dass sei­ne Mann­schaft sich auf dem rich­ti­gen Weg be­fin­det

Newspapers in German

Newspapers from Luxembourg

© PressReader. All rights reserved.