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Tageblatt (Luxembourg) - - Unesco -

Der Rück­zug der USA fällt in ei­ne an­ge­spann­te Zeit. Denn zur­zeit wird der neue Unesco-Ge­ne­ral­di­rek­tor ge­sucht. Theo­re­tisch soll er heu­te um 14.00 Uhr in ei­ner Stich­wahl no­mi­niert wer­den. Die bei­den Kon­tra­hen­ten könn­ten un­ter­schied­li­cher nicht sein. Ges­tern lag der Kan­di­dat aus Ka­tar, Ha­mad bin Ab­dula­sis al-Ka­wa­ri, mit 22 Stim­men vor­ne. Nun muss ei­ne wei­te­re Stich­wahl ent­schei­den, ob die ehe­ma­li­ge fran­zö­si­sche Mi­nis­te­rin Au­drey Azou­lay oder die ägyp­ti­sche Be­wer­be­rin Mu­schi­ra Chat­tab ge­gen den Kan­di­da­ten aus Ka­tar an­tritt. Die bei­den hat­ten je­weils 18 Stim­men er­hal­ten. Wer schließ­lich bei die­sem Du­ell die Na­se vorn hat, muss aber noch ei­ne wei­te­re Hür­de neh­men: Der Sie­ger der Stich­wahl muss am 10. No­vem­ber die Zu­stim­mung der Unesco-Ge­ne­ral­kon­fe­renz er­hal­ten.

Die schei­den­de Unesco-Di­rek­to­rin Iri­na Bo­ko­wa hat­te ih­rer­seits in ei­nem In­ter­view mit Le Mon­de be­schrie­ben, wie sie sich den neu­en Di­rek­tor vor­stellt: Kne­te be­sor­gen und ei­ne ei­ni­gen­de Per­sön­lich­keit sein. Bo­ko­wa mein­te trotz die­ses doch sehr nüch­tern Auf­trags, dass die Unesco ein­ma­lig sei: „Das ist ei­ne Or­ga­ni­sa­ti­on, die ein Traum für die Welt ist, aber sie steht fi­nan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten ge­gen­über“, so die Bul­ga­rin. Bo­ko­wa hat­te sich mit ih­rer Kri­tik be­son­ders her­vor­ge­tan, als die Ter­ror­mi­liz „Is­la­mi­scher Staat“(IS) his­to­ri­sche Kul­tur­stät­ten in die Luft spreng­te und sich ei­ne gol­de­ne Na­se mit dem Ver­kauf an­ti­ker Gü­tern ver­dien­te.

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