Die Mis­si­on und Bot­schaft

Tageblatt (Luxembourg) - - Unesco -

Die Unesco wur­de am 16. No­vem­ber 1945 von 37 Staa­ten ge­grün­det. In­ner­halb von zwei Wo­chen wur­de die Ver­fas­sung für die Or­ga­ni­sa­ti­on der Ver­ein­ten Na­tio­nen für Er­zie­hung, Wis­sen­schaft und Kul­tur aus­ge­ar­bei­tet. Die Mis­si­on der Unesco könn­te kaum no­bler und heut­zu­ta­ge wich­ti­ger sein: Sie soll die Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen den Völ­kern in den Be­rei­chen Bil­dung, Wis­sen­schaft und Kul­tur för­dern. Ge­ra­de dies er­wies sich nach dem na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Hor­ror des Zwei­ten Welt­kriegs als weit­sich­ti­ge Vi­si­on. In der Prä­am­bel steht des­halb ei­ne Bot­schaft, von der heu­te noch vie­le Po­li­ti­ker et­was ler­nen könn­ten: Frie­den, der al­lei­ne auf wirt­schaft­li­chen und po­li­ti­schen Ab­ma­chun­gen be­ru­he, kön­ne nicht von Dau­er sein. Blickt man auf die heu­ti­gen Kon­flik­te und et­wa auf die kul­tu­rel­le Fra­ge rund um den Streit mit Ka­ta­lo­ni­en, ist die­se War­nung om­ni­prä­sent. Hier ein Aus­zug aus dem Text: „Da Krie­ge im Geist der Men­schen ent­ste­hen, muss auch der Frie­den im Geist der Men­schen ver­an­kert wer­den. Im Lauf der Ge­schich­te der Mensch­heit hat wech­sel­sei­ti­ge Un­kennt­nis im­mer wie­der Arg­wohn und Miss­trau­en zwi­schen den Völ­kern der Welt her­vor­ge­ru­fen, so­dass Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten nur all­zu oft zum Krieg ge­führt ha­ben. (...) Die wei­te Ver­brei­tung von Kul­tur und die Er­zie­hung zu Ge­rech­tig­keit, Frei­heit und Frie­den sind für die Wür­de des Men­schen un­er­läss­lich und für al­le Völ­ker ei­ne höchs­te Ver­pflich­tung, die im Geis­te ge­gen­sei­ti­ger Hilfs­be­reit­schaft und An­teil­nah­me er­füllt wer­den muss.“

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