Skills für die Zu­kunft

UNI.LU Uni­ver­si­tät star­tet fei­er­lich in das neue Stu­di­en­jahr

Tageblatt (Luxembourg) - - Opinion - Yves Greis

Von ei­nem „fan­tas­ti­schen Brain­gain“sprach Prof. Dr. Lud­wig Ney­ses in Be­zug auf die Lu­xem­bur­ger Uni­ver­si­tät. Die Uni star­te­te ges­tern Abend mit ei­ner klei­nen Fei­er im Bei­sein von Po­li­ti­kern, Aka­de­mi­kern und ei­ner Mu­sik­ka­pel­le in das neue aka­de­mi­sche Jahr. Der Abend stand rhe­to­risch ganz im Zei­chen der Uni­ver­si­tät der Zu­kunft.

Die Uni­ver­si­tät in Lu­xem­burg sei in all ih­ren Fo­kus-Fä­chern in­ter­na­tio­nal erst­klas­sig bis füh­rend, stell­te der Pro­fes­sor fest. Die Uni der Zu­kunft al­ler­dings sei ver­netzt, fin­de neue Lö­sun­gen und tei­le die­se mit an­de­ren Uni­ver­si­tä­ten und mit den Stu­die­ren­den.

Die Uni­ver­si­tät be­deu­te für die Re­gi­on ein fan­tas­ti­scher Zu­ge­winn schlau­er Men­schen („Brain­gain“), da Stu­den­ten oft an ih­rem Stu­di­en­ort sess­haft und ge­schäf­tig wür­den. Über die Zu­kunft sprach auch Gast­red­ne­rin Prof. Dr. Kris­tín In­góls­dót­tir von der Uni­ver­si­tät von Is­land. 65 Pro­zent der Kin­der, die heu­te zur Schu­le ge­hen, wür­den ir­gend­wann ei­nen Be­ruf aus­üben, den es heu­te noch nicht gibt, er­klär­te die Aka­de­mi­ke­rin. Dies stel­le die Ge­sell­schaft laut der For­sche­rin vor neue Auf­ga­ben. Die Men­schen ha­ben heu­te schon an­de­re Be­dürf­nis­se als frü­her.

In Zu­kunft wer­den auch an­de­re Fä­hig­kei­ten von den Men­schen ver­langt. Neue Skills al­so. Wohl­ge­merkt in ei­ner Zu­kunft, in der Ma­schi­nen den Men­schen nicht nur an der Werk­bank ab­lö­sen. So müs­sen die Men­schen künf­tig pro­fun­de Kennt­nis­se in In­for­ma­tik ha­ben. Sie müs­sen nicht nur mit ei­nem Com­pu­ter um­ge­hen kön­nen, son­dern ein Ver­ständ­nis für Al­go­rith­men ha­ben. Au­ßer­dem müs­sen sie an­pas­sungs­fä­hig sein, d.h. sie müs­sen sich ein Le­ben lang fort­bil­den. Eben­falls wird von ih­nen kri­ti­sches Den­ken und das „Jon­glie­ren“mit kom­ple­xen Pro­ble­men ver­langt.

Die Pro­fes­so­rin schlug des­halb vor, Stu­die­ren­de da­zu zu be­we­gen, Dop­pel­ab­schlüs­se zu ma­chen. Am bes­ten wä­re es, ein tech­ni­sches Fach mit ei­nem Fach aus den Geis­tes­wis­sen­schaf­ten zu kom­bi­nie­ren. Die Uni­ver­si­tät in Lu­xem­burg ha­be mit ih­rem An­ge­bot da­zu „tre­men­dous po­ten­ti­al“.

An der Er­öff­nung des aka­de­mi­schen Jah­res nah­men auch Hoch­schul­mi­nis­ter Marc Han­sen (4. v. r.) und Chan­cen­gleich­heits­mi­nis­te­rin Ly­dia Mutsch (2. v. r.) teil

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