Ge­wer­be­mie­ten müs­sen war­ten ...

CHAM­BER Ge­set­zes­re­form ver­tagt

Tageblatt (Luxembourg) - - Bildung -

Die Sit­zung am gest­ri­gen Don­ners­tag war ei­ne der kür­zes­ten seit lan­gem auf Kraut­markt. Mit nur drei Punk­ten stand eh nicht viel auf der Ta­ges­ord­nung. Als dann noch der ein­zig span­nen­de Punkt, die Abän­de­rung des Ge­set­zes über die Ge­wer­be­mie­te, kurz­fris­tig ge­stri­chen wur­de, war nach knapp 30 Mi­nu­ten be­reits Schluss. Grund da­für, dass sich die Ab­ge­ord­ne­ten dem The­ma nicht wid­me­ten, war ei­ne feh­len­de Stel­lung­nah­me des Staats­rats. Kurz vor dem Vo­tum wa­ren in der zu­stän­di­gen Kom­mis­si­on ei­ne Rei­he von Text­feh­lern auf­ge­fal­len, wo­bei al­ler­dings nicht ganz klar war, ob es sich bei den er­for­der­li­chen Kor­rek­tu­ren nun um „er­reurs ma­te­ri­el­les“oder doch um „amen­de­ments“han­de­le. U.a. ging da die Re­de von „lo­ge­ments“, kor­rekt soll­te es aber „lo­caux loués“hei­ßen. Was doch eher nach „amen­de­ment“aus­sieht und ein zu­sätz­li­ches Gut­ach­ten des Staats­rats er­for­dert.

Dis­kus­si­ons­los wur­de ei­ne Än­de­rung an den Mo­da­li­tä­ten vor­ge­nom­men, nach de­nen Staats­be­am­te die Ver­wal­tung wech­seln kön­nen. In Zu­kunft wird dies mög­lich sein, oh­ne vor­her die Zu­stim­mung des zu­stän­di­gen Res­sort­mi­nis­ters ein­zu­ho­len.

Ge­gen die Stim­men des ADR wur­den ei­ne Rei­he von An­pas­sun­gen am „Co­de de la con­som­ma­ti­on“vor­ge­nom­men. Es wird mit­un­ter fest­ge­hal­ten, dass beim Ver­kauf von Ge­braucht­ge­rä­ten die Haf­tung des Händ­lers min­des­tens 12 Mo­na­te be­tra­gen muss. Ei­ne wei­te­re An­pas­sung be­trifft die Sank­tio­nen für Händ­ler, die sich nicht an die ge­setz­li­chen Ver­kaufs­und Ga­ran­tie­be­stim­mun­gen hal­ten. Künf­tig dro­hen Geld­stra­fen von bis zu 120.000 Eu­ro. „Zu hoch“, sag­te Roy Re­ding, der von ei­ner „über­trie­be­nen Sank­ti­ons­po­li­tik“sprach. lm.

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