Kur­den in Irak si­gna­li­sie­ren Ge­sprächs­be­reit­schaft

NACH RE­FE­REN­DUM Bag­dad iso­liert nörd­li­che Re­gi­on

Tageblatt (Luxembourg) - - Palästina -

Die kur­di­sche Re­gio­nal­re­gie­rung in Irak hat ih­re Be­reit­schaft er­klärt, im Streit über kur­di­sche Flug­hä­fen, Grenz­pos­ten und Ban­ken mit der Zen­tral­re­gie­rung in Bag­dad zu re­den.

Nach dem Un­ab­hän­gig­keits­re­fe­ren­dum in der Kur­den­re­gi­on im Sep­tem­ber ver­bot die Bag­da­der Re­gie­rung in­ter­na­tio­na­le Flü­ge dort­hin, for­der­te von der Kur­den­re­gie­rung die Über­ga­be der Grenz­kon­trol­len und stopp­te den Ver­kauf von Dol­lar an vier kur­di­sche Ban­ken. Die Zen­tral­re­gie­rung betrachtet das Re­fe­ren­dum in dem au­to­no­men Ge­biet als il­le­gal und be­treibt da­her des­sen Iso­lie­rung. Da­ran be­tei­li­gen sich auch die Tür­kei und Iran, die ei­ne Stär­kung des kur­di­schen Se­pa­ra­tis­mus auf ih­rem Staats­ge­biet be­fürch­ten. So be­stä­tig­te ein tür­ki­scher Re­gie­rungs­spre­cher, dass die Grenz­über­gän­ge zu Nord­irak schritt­wei­se ge­schlos­sen wür­den.

Die Re­gie­rung der au­to­no­men Kur­den­re­gi­on in Irak sprach von ei­ner Kol­lek­tivstra­fe. Um dies zu ver­hin­dern, la­de sie den ira­ki­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Hai­der al-Aba­di aber­mals ein: „Wir sind be­reit zu ei­nem Dia­log oder zu Ver­hand­lun­gen in Über­ein­stim­mung mit der ira­ki­schen Ver­fas­sung“, er­klär­te sie in der

Nacht zum Don­ners­tag.

Am Vor­tag hat­te die Kur­den­re­gie­rung noch er­klärt, sie ver­fü­ge über In­for­ma­tio­nen, wo­nach ira­ki­sche Streit­kräf­te ei­nen „gro­ßen An­griff“auf kur­di­sche Ein­hei­ten vor­be­rei­te­ten. Da­ran wür­den auch vom Iran aus­ge­bil­de­te ira­ki­sche Pa­ra­mi­li­tärs be­tei­ligt sein. Ein Spre­cher des ira­ki­schen Mi­li­tärs wies die Darstel­lung zu­rück.

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