Schwie­rig, aber mach­bar

CHAL­LEN­GE CUP 2. Run­de KTU Kau­nas (Li­tau­en) - Red Boys

Tageblatt (Luxembourg) - - Handball - Fer­nand Schott

Mit ei­nem Sechs-To­re-Vor­sprung aus dem Hin­spiel rei­sen die Red Boys zum Rück­spiel nach Li­tau­en. Der An­pfiff die­ser ent­schei­den­den Par­tie der 2. Run­de im Chal­len­ge Cup fin­det mor­gen Sams­tag um 17.00 Uhr Lo­kal­zeit

(16.00 Uhr Lu­xem­bur­ger Zeit) im Gar­lia­va-Sport­zen­trum in Kau­nas statt. In der ver­gan­ge­nen Sai­son muss­ten die Red Boys die Eu­ro­pa­büh­ne oh­ne Sieg ver­las­sen. In der Qua­li­fi­ka­ti­on zur Cham­pi­ons Le­ague un­ter­la­gen sie den Slo­wa­ken Ta­tran Pre­sov und den Fin­nen aus Cooks. Wei­ter ging es dann im EHF-Po­kal, doch muss­ten sie Macca­bi Ris­hon Le­zi­on aus Is­ra­el die Qua­li­fi­ka­ti­on über­las­sen. Das soll­te sich in die­sem Jahr ge­gen KTU Kau­nas aus Li­tau­en än­dern.

Und das war in der ers­ten Par­tie des dies­jäh­ri­gen Chal­len­ge Cup der Fall. Mit 32:26 be­sieg­ten die Dif­fer­din­ger den Ver­tre­ter Li­tau­ens. Da­bei lie­gen die Li­tau­er sechs Plät­ze vor Lu­xem­burg im eu­ro­päi­schen Ran­king, was die­sen Sieg noch auf­wer­tet. KTU Kau­nas, das zum ers­ten Mal in ei­nem eu­ro­päi­schen Wett­be­werb ver­tre­ten ist, hat be­wie­sen, dass es nicht zu Un­recht hier steht. Die so­li­de Mann­schaft prak­ti­ziert mo­der­nen Hand­ball und zeich­net sich durch ag­gres­si­ves Ab­wehr­ver­hal­ten aus. Da­bei scheu­en die Spie­ler den Kör­per­kon­takt nicht: Schnell wur­de von Ab­wehr zum An­griff um­ge­schal­tet, wo be­son­ders Rechts­au­ßen Ig­nas Gri­gas her­aus­stach.

Der 24-jäh­ri­ge Gri­gas, das Prunk­stück der Mann­schaft, ist ein recht ath­le­ti­scher Typ, da­bei pfeil­schnell und vor al­lem treff­si­cher von der Au­ßen­po­si­ti­on. Im Rück­raum ver­fügt das Team mit Juo­zai­tis und Jank­aus­kas über zwei groß ge­wach­se­ne, wurf­ge­wal­ti­ge Spie­ler, die man früh­zei­tig an­grei­fen muss.

Au­ßer­dem zeig­ten die Li­tau­er sich enorm mo­ti­viert und kämp­fe­risch. Schwach­punkt sind viel­leicht die Tor­hü­ter, die nicht so stark auf­trump­fen konn­ten. Trotz­dem han­delt es sich um ei­nen sehr schwer zu spie­len­den Geg­ner, der vor ei­ge­nem Pu­bli­kum den Dif­fer­din­gern si­cher­lich al­les ab­ver­lan­gen kann.

Und so be­darf es schon ei­ner gu­ten Leis­tung, wenn man den Sechs-To­re-Vor­sprung ver­tei­di­gen will. Im Hin­spiel zeig­te Sen­jin Kra­to­vic trotz zeit­wei­li­ger Mann­de­ckung ei­ne bril­lan­te Vor­stel­lung. Ob als Spiel­ma­cher, Vor­be­rei­ter oder Voll­stre­cker, er war om­ni­prä­sent und wird be­stimmt er­neut ei­ne Son­der­be­wa­chung ge­nie­ßen kön­nen. Aber auch Da­ni­el Scheid, Al­din Ze­kan, Man­der­scheid, Pod­vri­sic, Fa­ber und nach der Pau­se Knez zeig­ten ei­ne an­spre­chen­de Leis­tung. Wenn Ge­or­gi­ew­ski, Ru­sia, Re­zic und Alen Ze­kan, die nicht so viel zum Ein­satz ka­men, dies­mal ih­re Ka­me­ra­den bes­ser un­ter­stüt­zen, wä­re die Qua­li­fi­ka­ti­on ge­gen die kampf­star­ken Li­tau­er durch­aus denk­bar. Aber ein Selbst­läu­fer wird es nicht.

Da­ni­el Scheid und die Red Boys rei­sen mit ei­nem Sechs-To­re-Vor­sprung zum Rück­spiel nach Li­tau­en

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