Der Lern­pro­zess muss zü­gig(er) vor­an­schrei­ten

US ESCH Trai­ner Pe­dro Re­sen­de vor dem Du­ell ge­gen Stras­sen

Tageblatt (Luxembourg) - - Fussball - Chris­to­phe Jun­ker

Mit der US Esch schaff­te Pe­dro Re­sen­de ver­gan­ge­ne Sai­son vor­zei­tig den Auf­stieg in die BGL Li­gue.

Sei­ne Spie­ler weck­ten Be­gehr­lich­kei­ten; die ab­ge­wan­der­ten Leis­tungs­trä­ger wa­ren im Som­mer nicht gleich­wer­tig zu er­set­zen. Seit­dem ste­hen sechs Nie­der­la­gen aus sie­ben Par­ti­en zu Bu­che. Als Ta­bel­len­letz­ter führt die Rei­se am Sonn­tag nun nach Stras­sen zum Du­ell zwei­er Kel­ler­kin­der. Ta­ge­blatt: Herr Re­sen­de, wie ha­ben Sie die Län­der­spiel­pau­se nut­zen kön­nen, um die Köp­fe Ih­rer Spie­ler frei zu be­kom­men und um sich auf das emi­nent wich­ti­ge Spiel in Stras­sen vor­zu­be­rei­ten?

Pe­dro Re­sen­de: Auch wenn wir letz­te Wo­che nicht im­mer al­le Spie­ler an Bord hat­ten, um mit der kom­plet­ten Mann­schaft zu trai­nie­ren, so bin ich den­noch zu­frie­den. Es geht von Wo­che zu Wo­che berg­auf und auch un­se­re Neu­zu­gän­ge sind jetzt we­sent­lich bes­ser in­te­griert. Wir ha­ben uns zu­dem in al­len Be­rei­chen ver­bes­sert, was vie­les ver­ein­facht.

Ge­gen Stras­sen zäh­len aber nur drei Punk­te …

Klar, wir müs­sen jetzt an­fan­gen, auch Spie­le zu ge­win­nen. Da­zu müs­sen wir kon­zen­trier­ter sein, vor al­lem kon­zen­triert über 90 Mi­nu­ten. Auch wenn sich mit dem Trai­ner­wech­sel in Stras­sen viel­leicht et­was ver­än­dert hat, gilt es, das Glück, das wir in die­ser Sai­son noch nicht hat­ten, zu er­zwin­gen. In den letz­ten Spie­len wa­ren wir in ei­ner et­was ne­ga­ti­ven Pha­se; man hat­te den Ein­druck, als wür­de im­mer ir­gend­et­was nicht klap­pen. Oft wa­ren es nur De­tails …

Wel­che De­tails mei­nen Sie?

Ein Bei­spiel ist das 0:4 am ers­ten Spiel­tag ge­gen Jeu­nesse. Die­se Par­tie hät­te re­sul­tats­mä­ßig auch ganz an­ders en­den kön­nen. Dann folgt das Spiel in Hamm, wo wir füh­ren und erst in der Nach­spiel­zeit ver­lie­ren. Und auch al­le an­de­ren Spie­le ver­lie­fen in et­wa nach dem glei­chen Mus­ter. Wir ver­bes­sern uns von Spiel zu Spiel, aber nut­zen un­se­re Chan­cen noch nicht. Dar­über ha­ben wir viel un­ter­ein­an­der ge­spro­chen. Das Wich­tigs­te, und da sind wir uns ei­nig, ist, dass wir es fer­tig­brin­gen, uns über­haupt Chan­cen raus­zu­spie­len. Nun müs­sen wir ler­nen, die­se bes­ser zu nut­zen.

Hät­ten oder ha­ben Sie sich den Lern­pro­zess so schwie­rig vor­ge­stellt?

Wir wuss­ten von vorn­her­ein, dass es schwie­rig wer­den wür­de. Klar gibt es Un­ter­schie­de zwi­schen der Eh­ren­pro­mo­ti­on und der BGL Li­gue. Und auch zu den Ver­ei­nen, die um die Eu­ro­pa­po­kal-Plät­ze spie­len. Der Un­ter­schied zu den an­de­ren Ver­ei­nen ist aber nicht so groß.

Trotz­dem sind Sie Ta­bel­len­letz­ter. Wie sehr hat das die Stim­mung nach Ih­rer letz­ten Sai­son, die Sie vol­ler Eu­pho­rie be­strit­ten ha­ben, be­ein­flusst?

Wenn man ge­winnt, ist im­mer al­les ein­fa­cher. Was in un­se­rer Pha­se jetzt gut ist, ist, dass wir ei­gent­lich gu­ten Fuß­ball spie­len. Lei­der muss ich den Spie­lern oft das Glei­che er­zäh­len. Aber sie ver­trau­en mir. Ich als Ver­ant­wort­li­cher stel­le mich voll und ganz vor die Mann­schaft.

Sind die nächs­ten drei Spie­le ge­gen Stras­sen, Pe­tin­gen und Hos­tert von be­son­de­rer Wich­tig­keit, ehe es ge­gen Déif­fer­deng 03 und den F91 geht?

Auf dem Pa­pier sind un­se­re Chan­cen ge­gen die­se drei Mann­schaf­ten mit Si­cher­heit grö­ßer, zu punk­ten, doch dar­auf schaue ich nicht. Es än­dert sich nichts, wich­tig ist, von Spiel zu Spiel zu schau­en.

Sind Win­ter­neu­zu­gän­ge ge­plant?

Ja, je­der tut das doch. Zu­frie­den ist doch fast nie je­mand, ob in Lu­xem­burg oder im Aus­land. Wir ha­ben nicht die fi­nan­zi­el­len Mit­tel, um gro­ße Trans­fers zu tä­ti­gen, mit dem Vor­stand ist das aber al­les be­reits be­spro­chen und die ers­ten Kon­tak­te wur­den be­reits ge­knüpft. Wir ha­ben aber kei­nen Stress.

Sie spü­ren dem­nach die vol­le Un­ter­stüt­zung vom Vor­stand und Prä­si­den­ten?

Wir sind letz­tes Jahr mit ei­ner Mann­schaft auf­ge­stie­gen, die ei­gent­lich auf­ge­baut war, den Klas­sen­er­halt in der Eh­ren­pro­mo­ti­on zu schaf­fen. Den­noch sind wir auf­ge­stie­gen, ha­ben dann aber ei­ni­ge Stamm­spie­ler ver­lo­ren. Ins­ge­samt ge­ben wir trotz al­lem bis­lang ein gu­tes Bild ab und un­ser Prä­si­dent steht der Mann­schaft und mir na­he.

Klar gibt es Un­ter­schie­de zwi­schen der Eh­ren­pro­mo­ti­on und der BGL Li­gue. Und auch zu den Ver­ei­nen, die um die Eu­ro­pa­po­kalPlät­ze spie­len. Der Un­ter­schied zu den an­de­ren Ver­ei­nen ist aber nicht so groß.

Pe­dro Re­sen­de

Trai­ner US Esch

Pe­dro Re­sen­de hat trotz des schwie­ri­gen Auf­takts das Ver­trau­en in sei­ne Mann­schaft nicht ver­lo­ren

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