His­to­ri­sche Wen­de

Tageblatt (Luxembourg) - - Opinion -

In den Oh­ren der Pa­läs­ti­nen­ser muss es wie Hohn klin­gen: Die An­er­ken­nung Je­ru­sa­lems als Haupt­stadt Is­ra­els sei ein Bei­trag zum Frie­dens­pro­zess, er­klär­te der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Do­nald Trump am Mitt­woch vor ge­schmück­ten Weih­nachts­bäu­men im Wei­ßen Haus. Er sei im­mer noch be­reit, ei­ne Zwei­staa­ten­lö­sung zu ak­zep­tie­ren, wenn sich Is­ra­el und die Pa­läs­ti­nen­ser auf ei­ne sol­che ei­ni­gen soll­ten. Aber je­der Staat ha­be das Recht, sei­ne Haupt­stadt selbst zu be­stim­men. (...) Trump hät­te Je­ru­sa­lem eben­so gut als ge­teil­te Haupt­stadt Is­ra­els und ei­nes künf­ti­gen pa­läs­ti­nen­si­schen Staa­tes an­er­ken­nen kön­nen. So schön Trump sein ex­plo­si­ves Weih­nachts­ge­schenk zu ver­pa­cken ver­such­te, die­se his­to­ri­sche Wen­de in der ame­ri­ka­ni­schen Au­ßen­po­li­tik ist nicht nur für die ge­sam­te mus­li­mi­sche Welt schmerz­haft, son­dern ent­frem­det auch die eu­ro­päi­schen Part­ner wei­ter von Wa­shing­ton.

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