Kla­gen ge­gen Lu­xem­burg vor EuGH

Tageblatt (Luxembourg) - - Eu-institutionen - gk

Auch für Lu­xem­burg ste­hen Ter­mi­ne vor dem Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof (EuGH) an. Die EUKom­mis­si­on kün­dig­te ges­tern an, gleich in zwei Fäl­len ei­ne Kla­ge we­gen Ver­trags­ver­let­zung ge­gen das Groß­her­zog­tum ein­zu­le­gen. Zum ei­nen hat es Lu­xem­burg trotz Auf­for­de­rung ver­ab­säumt, frist­ge­recht bis zum 16. April 2016 die Richt­li­nie zur kol­lek­ti­ven Wahr­neh­mung von Ur­he­ber­und ver­wand­ten Schutz­rech­ten und die Ver­ga­be von Mehr­ge­biets­li­zen­zen für Rech­te an Mu­sik­wer­ken für die On­line-Nut­zung im Bin­nen­markt in na­tio­na­les Recht um­zu­set­zen.

Brüs­sel for­dert den EuGH auf, ei­ne Stra­fe von 12.920 Eu­ro pro Tag zu ver­hän­gen, bis die Richt­li­nie, ge­rech­net ab dem zwei­ten Ge­richts­ur­teil, in na­tio­na­les Recht um­ge­setzt ist. Bul­ga­ri­en, Ru­mä­ni­en und Spa­ni­en sind im glei­chen Fall, müss­ten aber sehr viel mehr zah­len.

In ei­nem zwei­ten Fall hat Lu­xem­burg – so wie Ös­ter­reich, Spa­ni­en und Slo­we­ni­en – drei Richt­li­ni­en zur Ver­ga­be öf­fent­li­cher Auf­trä­ge und Kon­zes­sio­nen nicht in na­tio­na­les Recht um­ge­setzt. Dies hät­te eben­falls be­reits bis zum April 2016 ge­tan wer­den sol­len. Hier dro­hen Zwangs­gel­der in Hö­he von 12.920 Eu­ro, 11.628 Eu­ro und 11.628 Eu­ro pro Tag.

Schließ­lich wird Lu­xem­burg auf­ge­for­dert, die vier­te Geld­wä­sche-Richt­li­nie in na­tio­na­les Recht um­zu­set­zen. Die­se 2015 be­schlos­se­ne Be­stim­mung soll­ten die Mit­glied­staa­ten bis zum 26. Ju­ni 2017 in ih­rer na­tio­na­len Ge­setz­ge­bung ver­an­kert ha­ben. Die EU-Kom­mis­si­on gibt Lu­xem­burg und sie­ben wei­te­ren EUStaa­ten zwei Mo­na­te Zeit, die­ses Ver­säum­nis nach­zu­ho­len. An­dern­falls droht ei­ne wei­te­re Kla­ge vor dem EuGH.

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