Kä­er­jeng mit dem Rü­cken zur Wand

MEIS­TER­SCHAFT 10. Spiel­tag

Tageblatt (Luxembourg) - - Handball - Fer­nand Schott

Am kom­men­den Wo­che­n­en­de geht der zehn­te und letz­te Spiel­tag in die­sem Jahr über die Büh­ne. Dann folgt noch das Po­kal­vier­tel­fi­na­le, ehe es in die Win­ter­pau­se geht. An­fang Ja­nu­ar tritt die Na­tio­nal­mann­schaft mit den WM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­spie­len ge­gen Russ­land, Finn­land und die Slo­wa­kei in den Vor­der­grund. In der Meis­ter­schaft geht es am 20. Ja­nu­ar mit dem elf­ten Spiel­tag wei­ter.

Zwei Par­ti­en ste­hen hier im Fo­kus. Bei der Be­geg­nung Red Boys - Kä­er­jeng geht es be­son­ders für Kä­er­jeng schon um die Wurst. Die Braue­rei­städ­ter ha­ben zwar ein Spiel we­ni­ger aus­ge­tra­gen, ihr Rück­stand auf Ta­bel­len­füh­rer HBD be­trägt aber im­mer­hin schon sie­ben Punk­te und hin­ter dem Ver­fol­ger­trio Esch, Red Boys, Ber­chem lie­gen sie vier Punk­te zu­rück. Bei ei­ner wei­te­ren Nie­der­la­ge wür­de das schon ei­ne Men­ge Holz wer­den. Und so ste­hen die Kä­er­jen­ger im Kord­all­der­by in Dif­fer­din­gen mit dem Rü­cken zur Wand.

Ein Sieg ist al­so Pflicht und die Au­ger, Te­mel­kov, Schro­eder und Co. ha­ben sich schon des Öf­te­ren aus schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen be­frei­en kön­nen. Viel wird da­von ab­hän­gen, mit wel­cher For­ma­ti­on sie an­tre­ten kön­nen. Ge­gen Esch fehl­ten näm­lich Tu­zo­la­na und Meis, was im Rück­raum nur schwer zu ver­kraf­ten ist. Eric Schro­eder weiß von der Be­las­tung, die sein Team er­war­tet: „Da die Dif­fer­din­ger wie­der zu al­ter Form ge­fun­den ha­ben, wird es kei­ne ein­fa­che Par­tie. Be­son­ders da wir noch nicht wis­sen, ob un­se­re bei­den Wer­fer auf­lau­fen kön­nen. Soll­te das nicht der Fall sein, ha­ben wir trotz­dem ein Kon­zept, wie wir die Red Boys schla­gen kön­nen.“

In Dü­de­lin­gen emp­fängt Ta­bel­len­füh­rer HBD den Ta­bel­len­vier­ten Ber­chem. Die Roe­ser­ban­ner wol­len mit ei­nem Sieg den Rück­stand ver­kür­zen: „Der HBD hat der­zeit den Wind in den Se­geln. Sie wer­den uns mit viel Selbst­ver­trau­en er­war­ten und so müs­sen wir uns auf ein schwe­res und en­ges Spit­zen­spiel ein­stel­len, das wir mit viel Re­spekt an­ge­hen. Be­son­ders vor ih­rem Pu­bli­kum sind sie ein nicht zu un­ter­schät­zen­der Geg­ner. Wir müs­sen noch im­mer auf Mar­co Stu­par ver­zich­ten, der mit sei­ner Er­fah­rung in sol­chen Spie­len sehr wich­tig wä­re. Ein Sieg mit ei­nem Tor Un­ter­schied wür­de mich schon sehr glück­lich ma­chen“, so Trai­ner An­dré Gul­bi­cki.

Doch beim HBD fehlt mit Jim­my Hoff­mann eben­falls ein wich­ti­ger Spie­ler, so dass sich dies wohl aus­glei­chen wird. Und die Dü­de­lin­ger sin­nen auf Re­van­che, denn aus­ge­rech­net in Crau­them muss­ten sie die bis­her ein­zi­ge Nie­der­la­ge in der lau­fen­den Sai­son ein­ste­cken.

Die Escher ha­ben da schon ei­ne leich­te­re Auf­ga­be ge­gen Schiff­lin­gen. Auch oh­ne die ver­letz­ten Stamm­kräf­te Mul­ler, Je­li­nic, Mi­lo­se­vic, Kohl und Quin­tus sind sie in der La­ge, Schiff­lin­gen zu be­sie­gen. Dies­mal wer­den sie sich wohl nicht wie in der Schluss­pha­se in Kä­er­jeng noch die But­ter vom Brot neh­men las­sen. Im Kel­ler­du­ell könn­te Pe­tin­gen mit ei­nem Heim­sieg ge­gen Die­kirch ei­nen Rie­sen­schritt in Rich­tung Ti­tel­grup­pe ma­chen.

In der Na­tio­nal­di­vi­si­on der Da­men fin­det das Spit­zen­spiel eben­falls in Dü­de­lin­gen statt, wo der HBD Meis­ter Mu­seld­all emp­fängt. Nach dem kla­ren Sieg an der Mo­sel ist Dü­de­lin­gen, das un­be­dingt den zwei­ten Ta­bel­len­platz ver­tei­di­gen will, auch dies­mal fa­vo­ri­siert. Kä­er­jeng hat im Aus­wärts­spiel bei den Red Boys nichts zu be­fürch­ten. An­ders der Stan­dard, der sich ge­gen Schiff­lin­gen in Acht neh­men muss, um kei­ne Über­ra­schung zu er­le­ben.

Mar­tin Hum­mel und der HB Kä­er­jeng brau­chen drin­gend ein Er­folgs­er­leb­nis

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