„Nächs­te Her­aus­for­de­rung“

ING NIGHT MA­RA­THON Tri­ath­lon-Event im Rah­men des 42,195-km-Laufs

Tageblatt (Luxembourg) - - Vorderseite - Lau­rent Nei­ertz

Nur we­ni­ge Ta­ge nach dem ING Night Ma­ra­thon ha­ben die Or­ga­ni­sa­to­ren ih­re Plä­ne für 2019 be­kannt ge­ge­ben. Ein Tri­ath­lonE­vent soll im Rah­men des Lauf­fes­tes hin­zu­kom­men.

Die Or­ga­ni­sa­to­ren des ING Night Ma­ra­thon ha­ben sich für das nächs­te Jahr et­was ganz Be­son­de­res ein­fal­len las­sen: ein Tri­ath­lon-Event (30. Mai - 1. Ju­ni 2019), das sich über drei Ta­ge hin­zie­hen wird, wird in die Lauf-Ver­an­stal­tung in­te­griert. Die dies­jäh­ri­ge 13. Auf­la­ge war wie­der ein vol­ler Er­folg. Ins­ge­samt 16.000 Läu­fer gin­gen 2018 auf den ver­schie­de­nen Dis­tan­zen an den Start. Noch nie nah­men sich so vie­le Lauf­be­geis­ter­te die­ser Her­aus­for­de­rung an. Doch Or­ga­ni­sa­tor Erich François hat­te da­bei schon vor der Aus­rich­tung die Idee im Hin­ter­kopf, den lu­xem­bur­gi­schen Nacht-Ma­ra­thon noch auf ein neu­es Le­vel zu hie­ven. „In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ha­ben wir den Ma­ra­thon Schritt für Schritt wei­ter­ent­wi­ckelt. Die Teil­neh­mer­zah­len im Ma­ra­thon ha­ben aber in den letz­ten Jah­ren kei­nen wah­ren Auf­schwung er­lebt. Des­halb ist die Zeit jetzt ge­kom­men, sich ei­ner nächs­ten Her­aus­for­de­rung an­zu­neh­men“, so François. So­mit wird in Zu­sam­men­ar­beit mit ESM („En­duran­ce Sports Mar­ke­ting“die ers­te Aus­ga­be der „TriDays“ins Le­ben ge­ru­fen.

Da­bei han­delt es sich um ei­nen Tri­ath­lon, der über die Iron­manDis­tanz geht. In Zah­len aus­ge­drückt be­deu­tet dies 3,8 km Schwim­men, 180 km Rad­fah­ren und 42,195 km Lau­fen. Die Be­son­der­heit bei die­sem Event im Früh­jahr 2019 wird sein, dass der Teil­neh­mer die drei Dis­zi­pli­nen nicht am glei­chen Tag an­ge­hen muss, son­dern die Mög­lich­keit hat, sie an drei un­ter­schied­li­chen Ta­gen zu ab­sol­vie­ren. „TriDays, das ist der Drei­klang aus drei Ta­gen, drei Dis­zi­pli­nen und drei Sport­ar­ten“, bringt es der ESMMit­grün­der und Ex-Renn­di­rek­tor des „Iron­man Ger­ma­ny“Kai Wal­ter auf den Punkt.

Für die Aus­rich­ter von „step by step“be­deu­tet dies aber auch, dass in punc­to Or­ga­ni­sa­ti­on noch mehr Ar­beit auf sie zu­kom­men wird. „Aus or­ga­ni­sa­to­ri­scher Sicht ist der Ma­ra­thon je­des Jahr schwer zu stem­men. Ich glau­be aber, dass das Schwim­men uns kei­ne gro­ßen Pro­ble­me be­rei­ten wird. Wir sind uns zwar noch nicht ganz ei­nig, wo das Gan­ze statt­fin­den wird, aber wir sind be­reits mit zwei Ge­mein­den im Ge­spräch. Fürs Rad­ren­nen wird wohl mehr Or­ga­ni­sa­ti­ons­ta­lent ge­fragt sein. We­gen der vie­len Ab­sper­run­gen sind wir auch u.a. auf die Hil­fe der Po­li­zei an­ge­wie­sen. Für die Stre­cken­füh­rung ha­be ich schon ei­ni­ge Vor­stel­lun­gen im Kopf. Doch ich will hier nicht sa­gen, wel­che Ge­mein­den hier im Spiel sind“, lässt sich François noch nicht in die Kar­ten bli­cken.

Ein or­ga­ni­sa­to­ri­sches Pro­blem könn­te je­doch beim Rad­ren­nen auf­kom­men. Zum ge­plan­ten Zeit­punkt am 31. Mai fin­det meis­tens, wie auch in die­sem Jahr, die „Tour de Lu­xem­bourg“statt. So könn­ten al­so dem­nach zwei ver­schie­de­ne Er­eig­nis­se am glei­chen Tag statt­fin­den. Da­mit wür­de sich die Fra­ge stel­len, ob das klei­ne Lu­xem­burg zwei ver­schie­de­ne Rad­ren­nen, die bei­de um die 180 km be­an­spru­chen, ver­tra­gen könn­te. Für François be­steht dies­be­züg­lich aber kein Grund zur Sor­ge. „Wenn dies so wä­re, müss­ten wir Lö­sun­gen fin­den, da­mit die zwei Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den könn­ten.“

Ei­nes ist je­doch si­cher: Der Spaß am Sport soll bei den TriDays im Vor­der­grund ste­hen. Eben­falls ler­nen sich Ath­le­ten aus den ver­schie­de­nen Sport­ar­ten da­bei ken­nen. Das macht auch den Reiz die­ser neu­en Ver­an­stal­tung aus. Der Sport­ler kann sich näm­lich die­sen ul­ti­ma­ti­ven Auf­ga­ben nicht nur al­lein stel­len, son­dern auch im Team, be­ste­hend aus zwei oder drei Leu­ten, die sich die un­ter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen auf­tei­len. „Schwim­mer tref­fen Rad­fah­rer, Rad­fah­rer tref­fen Läu­fer und Tri­ath­le­ten. Das ist schon et­was ganz Be­son­de­res“, er­läu­tert Wal­ter. Auch der Renn­di­rek­tor blickt dem Gan­zen op­ti­mis­tisch ent­ge­gen. „Es ist ei­ne Ver­an­stal­tung, die in Lu­xem­burg ge­bo­ren wird. Wir über­neh­men da­mit ei­ne Art Vor­rei­ter­funk­ti­on. Viel­leicht fin­den auch Or­ga­ni­sa­to­ren an­de­rer Ma­ra­thons die­se Idee klas­se. So­mit könn­te viel­leicht ein­mal ei­ne Se­rie ge­nau mit die­ser Auf­ma­chung ent­ste­hen.“

Doch auf­ge­passt: Die An­zahl der Teil­neh­mer ist für die ers­te Auf­la­ge be­grenzt. Nur 500 Plät­ze wer­den für die­ses Event zur Ver­fü­gung ste­hen. „Wie man mich kennt, ge­he ich al­les 'step by step' an. Man muss se­hen, wie die Leu­te jetzt auf die­ses Event re­agie­ren. Ich se­he aber gro­ßes Po­ten­zi­al dar­in. Mei­ne Wunsch­vor­stel­lung wä­re es, wenn wir den Teil­neh­mern ne­ben dem Sport­li­chen so­mit in­di­rekt ei­ne drei­tä­gi­ge Sight­see­ing-Tour an­bie­ten könn­ten“, er­hofft sich Erich François.

Es ist ei­ne Ver­an­stal­tung, die in Lu­xem­burg ge­bo­ren wird.

Wir über­neh­men da­mit ei­ne Art Vor­rei­ter­funk­ti­on.

Erich François

Or­ga­ni­sa­tor des ING Night Ma­ra­thon

Der Ma­ra­thon­lauf soll die letz­te Etap­pe der drei­tä­gi­gen Ver­an­stal­tung „TriDays“wer­den

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