Mehr Pro­jek­te, mu­ti­ge Wohn­for­men

SNHBM Kon­stant stei­gen­de Zahl von öf­fent­lich ge­bau­ten Woh­nun­gen

Tageblatt (Luxembourg) - - Vorderseite - Ro­bert Schnei­der

LU­XEM­BURG Seit ei­ni­gen Jah­ren ver­folgt ei­ne der bei­den öf­fent­li­chen Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten, die SNHBM („So­cié­té na­tio­na­le des ha­bi­ta­ti­ons à bon mar­ché“), auf Vor­ga­be der Re­gie­rung ei­ne neue Stra­te­gie. Sie baut mehr und ist ver­stärkt im Be­reich der so­zia­len Miet­woh­nun­gen tä­tig.

Der SNHBM-Di­rek­tor mach­te zu Be­ginn der gest­ri­gen Bi­lanz­pres­se­kon­fe­renz auf die ver­än­der­te Her­an­ge­hens­wei­se im Ver­gleich zum Zei­t­raum 2005 bis 2014 auf­merk­sam, als durch­schnitt­lich rund 80 Woh­nun­gen pro Jahr ge­baut wur­den. Man stre­be ei­ne Ver­drei­fa­chung der Pro­jek­te an. Die­ses Ziel von 250 Woh­nun­gen konn­te mitt­ler­wei­le – auch durch hö­he­re Dar­le­hen und mehr Per­so­nal – er­reicht wer­den.

Das wohl spek­ta­ku­lärs­te Vor­ha­ben ist das Pro­jekt „El­men“: Auf dem Ge­biet der Ge­mein­de Keh­len sol­len auf 27 Hekt­ar 750 Woh­nun­gen für 2.000 Ein­woh­ner ent­ste­hen. Bau­be­ginn soll in ei­ni­gen Wo­chen sein, al­so noch vor dem Kol­lek­tiv­ur­laub im Bau­sek­tor.

Die Woh­nungs­pro­ble­ma­tik ist ein rea­les Phä­no­men, das leicht an­hand der im­mer noch stei­gen­den Ver­kaufs- und Miet­prei­se fest­zu­stel­len ist. Seit ei­ni­gen Jah­ren ver­folgt ei­ne der bei­den öf­fent­li­chen Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten, die SNHBM („So­cié­té na­tio­na­le des ha­bi­ta­ti­ons à bon mar­ché“), auf Vor­ga­be der Re­gie­rung ei­ne neue Stra­te­gie. Sie baut mehr und ist ver­stärkt im Be­reich der so­zia­len Miet­woh­nun­gen ak­tiv. Ges­tern leg­ten die Prä­si­den­tin der Ge­sell­schaft, An­nick Rock, und ihr Di­rek­tor Guy Entrin­ger die Bi­lanz des ver­gan­ge­nen Jah­res vor und bo­ten ei­nen Über­blick über lau­fen­de und künf­ti­ge Bau­vor­ha­ben. Das spek­ta­ku­lärs­te ist wohl das Pro­jekt „El­men“(an­ge­lehnt an den Orts­na­men Olm, der vom Baum Ul­me ab­ge­lei­tet ist) auf dem Ge­biet der Ge­mein­de Keh­len. Hier sol­len auf 27 Hekt­ar 750 Woh­nun­gen für 2.000 Be­woh­ner ent­ste­hen (vgl. ne­ben­ste­hen­den Rah­men). Bau­be­ginn soll noch vor dem Kol­lek­tiv­ur­laub im Bau­sek­tor sein, al­so in ei­ni­gen Wo­chen.

Der SNHBM-Di­rek­tor ver­wies ein­gangs der gest­ri­gen Bi­lanz­pres­se­kon­fe­renz auf die ver­än­der­te Stra­te­gie, die im Ver­gleich zum Zei­t­raum 2005 bis 2014, als durch­schnitt­lich rund 80 Woh­nun­gen pro Jahr ge­baut wur­den, ei­ne Ver­drei­fa­chung der Pro­jek­te vor­sieht. Die­ses Ziel von 250 Woh­nun­gen konn­te mitt­ler­wei­le – auch durch hö­he­re Kre­di­te und mehr Mit­ar­bei­ter – er­reicht wer­den.

So wur­de 2015 mit dem Bau von 193 Ein­hei­ten, 2016 mit dem von 232 und 2017 mit dem Bau von 272 Woh­nun­gen be­gon­nen. Das Ziel für das lau­fen­de Jahr liegt bei 300 Woh­nun­gen an neun Or­ten.

Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­ne

Auf Initia­ti­ve der Re­gie­rung wur­de die Be­triebs­prü­fungs­fir­ma KPMG mit ei­ner Ana­ly­se der Or­ga­ni­sa­ti­on in­ner­halb der SNHBM be­auf­tragt: U.a. wur­de ei­ne in­ten­si­vier­te­re in­ter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on von den hier­aus re­sul­tie­ren­den Vor­schlä­gen über­nom­men. Da ei­ni­ge Käu­fer ver­güns­ti­ger Woh­nun­gen der Ge­sell­schaft die­se in­ner­halb recht kur­zer Zeit mit gro­ßem Ge­winn wei­ter­ver­kauf­ten, wur­de die­ser Pra­xis nun da­durch ein Rie­gel vor­ge­scho­ben, dass auf al­len Pro­jek­ten künf­tig ein Vor­kaufs­recht der Ge­sell­schaft von 99 Jah­ren gilt. Die Be­sit­zer kön­nen dem­nach zwar ver­kau­fen, aber nur an die Ge­sell­schaft, und dies, oh­ne Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­ne ein­zu­strei­chen.

Die Ge­sell­schaft will auch wei­ter­hin in­ten­siv mit den Kom­mu­nen zu­sam­men­ar­bei­ten und ge­mein­sa­me Pro­jek­te mit den Ge­mein­den aus­füh­ren. Die­se sind in Nie­der­korn, He­s­pe­rin­gen, Mersch, Wal­fer­din­gen, Ma­mer, Gros­bous und Bis­sen vor­ge­se­hen. 2017 be­fan­den sich ins­ge­samt 654 Woh­nun­gen im Bau, 154 da­von wur­den im Vor­jahr be­zugs­fer­tig.

Im lau­fen­den Jahr soll das An­ge­bot lan­des­weit wei­ter di­ver­si­fi­ziert wer­den: Ein be­son­de­rer Ak­zent soll dies­be­züg­lich auf nach­hal­ti­ge und in­no­va­ti­ve Wohn­mo­del­le ge­legt wer­den. Auch soll die Zahl der ge­bau­ten Miet­woh­nun­gen bei min­des­tens 50 Ein­hei­ten lie­gen. Aktuell ver­fügt die Ge­sell­schaft über 206 sol­cher Woh­nun­gen.

Das Pro­jekt El­men wird sich über 27 Hekt­ar er­stre­cken und zahl­rei­che Grün­flä­chen auf­wei­sen

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