Ge­den­ken an den 9. No­vem­ber

Tageblatt (Luxembourg) - - Opinion -

In Deutsch­land ist das Be­dürf­nis nach Hei­mat und na­tio­na­ler Selbst­ver­ge­wis­se­rung, von dem auch St­ein­mei­er spricht, zu lan­ge zu ei­ner po­li­ti­schen Krank­heit er­klärt wor­den. Zu lan­ge, bis zur Fuß­ball-WM 2006, wur­de das Zei­gen der Far­ben Schwarz-Ro­tGold in Ver­ken­nung ih­rer Ge­schich­te als re­ak­tio­när ge­brand­markt. Selbst die CDU tausch­te sie ge­gen ein nichts­sa­gen­des Oran­ge ein. Es ist gut, dass St­ein­mei­er die deut­schen Far­ben nicht län­ger na­tio­na­lis­ti­schen Scharf­ma­chern über­las­sen will, son­dern in ih­nen die Stan­dar­te ei­nes auf­ge­klär­ten Pa­trio­tis­mus sieht. Un­ter ihr kann je­der wah­re Pa­tri­ot nur dem Bei­spiel des Bun­des­prä­si­den­ten fol­gen und in den Ruf ein­stim­men, der schon vor hun­dert Jah­ren durch Ber­lin schall­te: Es le­be die deut­sche Re­pu­blik! Es le­be un­se­re De­mo­kra­tie!

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