Ein Gip­fel­tref­fen

EHRENPROMOTION 10. Spiel­tag

Tageblatt (Luxembourg) - - Fussball - Lex Bruch

Genau wie in der BGL Ligue gibt es auch in der Ehrenpromotion ein Top­spiel: Mor­gen ste­hen sich Le­a­der Ro­dan­ge (22 Punk­te) und des­sen hart­nä­ckigs­ter Ver­fol­ger Müh­len­bach (20) im di­rek­ten Ver­gleich ge­gen­über. Ab­stieg ist zwar nicht not­ge­drun­gen gleich­be­deu­tend mit Neu­start, und den­noch. Bei neun Abund acht Neu­zu­gän­gen stand Ro­dan­ge-Coach Do­me­ni­co Mi­ca­rel­li vor Sai­son­auf­takt vor ei­nem Neu­auf­bau. „Es herrsch­te all­ge­mei­ne Über­ein­kunft im Ver­ein, dass ein Schnitt un­um­gäng­lich war und wir uns gleich­zei­tig ei­ner Ver­jün­gungs­kur un­ter­zie­hen müss­ten. Je­ne wur­de auch voll­zo­gen und trägt all­mäh­lich ih­re Früch­te. Zu Be­ginn der neu­en Sai­son fehl­ten ge­wis­se Au­to­ma­tis­men, die aber mit zu­neh­men­der Dau­er im­mer bes­ser grei­fen. Ge­duld ist eben ge­fragt und wir ma­chen uns trotz un­se­rer Ta­bel­len­füh­rung ab­so­lut nichts vor. Ich ra­te je­dem da­von ab, jetzt ab­zu­he­ben. Statt­des­sen gilt es wei­ter­hin, Tag für Tag, Wo­che für Wo­che em­sig und voll kon­zen­triert wei­ter­zu­ar­bei­ten“, mahn­te Mi­ca­rel­li.

„Es wä­re ein Trug­schluss, sich vom ak­tu­el­len Ta­bel­len­stand blen­den zu las­sen. Frei­lich ist es ein völ­lig an­de­res Ge­fühl, oben zu ste­hen, als tag­täg­lich um den Klas­sen­er­halt zu zit­tern. Ei­ne Por­ti­on Glück ge­hört aber un­wei­ger­lich da­zu und in die­ser Sai­son hat­ten wir es auf un­se­rer Sei­te, wäh­rend es uns ver­gan­ge­nes Jahr meist nicht hold war. Üb­ri­gens genau wie im Po­kal ge­gen Ro­sport, wo wir erst im Elf­me­ter­schie­ßen un­glück­lich aus­schie­den.“

Pas­sen­de Ein­stel­lung

Der Sai­son­ein­stieg beim 0:1 in Wiltz ging in die Ho­se, an­schlie­ßend setz­te sich Ro­dan­ge drei­mal hauch­dünn durch, ehe das Re­mis im Der­by ge­gen Kä­er­jeng folg­te. Vier mehr oder we­ni­ger kla­re Sie­ge zu­letzt ver­deut­li­chen ei­ne ge­wis­se Sta­bi­li­tät. Mit erst sechs Ge­gen­to­ren – genau wie die UMW – ver­rich­te­te der Ta­bel­len­füh­rer bis­lang die bes­te Ab­wehr­ar­beit. Zwölf ver­schie­de­ne Ak­teu­re tra­fen 19-mal ins Schwar­ze.

Aber nicht et­wa ein ge­lern­ter An­grei­fer loch­te am häu­figs­ten ein, son­dern De­fen­siv-All­roun­der Las­s­a­na Diak­ha­by mit sechs To­ren. „Trotz un­se­rer Er­folgs­se­rie stel­len sich die Jungs im­mer wie­der in Fra­ge und die­se Ein­stel­lung ge­fällt mir ein­fach. Der Al­ters­durch­schnitt mei­ner Trup­pe schwankt zwi­schen 25 und 26 Jah­ren. Mit He­nid Ram­de­do­vic und Mar­co De Sou­sa ver­fü­gen wir über zwei Leit­wöl­fe mit reich­lich Erst­li­ga­er­fah­rung. Bis zum Rück­run­den­start, wo wir der Rei­he nach mit Wiltz, dem Swift und der US Esch ein äu­ßerst schwe­res Pro­gramm ha­ben, möch­ten wir oben mit­mi­schen. En­de März bzw. An­fang April wer­den wir dann Bi­lanz zie­hen und se­hen, wo wir genau ste­hen.“

Zu den Fa­vo­ri­ten zähl­te er He­s­pe­rin­gen: „Un­ser Haupt­ri­va­le wird im Win­ter-'Mer­ca­to' ei­ne er­heb­li­che Schip­pe drauf­le­gen.“Müh­len­bach soll der­weil nicht zum Stol­per­stein wer­den: „Un­se­ren mor­gi­gen Geg­ner konn­te ich zwar noch nicht genau un­ter die Lu­pe neh­men, doch ich ken­ne die meis­ten Spie­ler. Die Spiel­stär­ke von Müh­len­bach hat zu­dem lan­des­weit die Run­de ge­macht und dem­nach steht uns ei­ne schwe­re Auf­ga­be ins Haus“, be­ton­te Do­me­ni­co Mi­ca­rel­li.

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