Mehr In­ter­es­se oh­ne Stand­ge­bühr?

SCHIFF­LIN­GEN Ge­mein­de­rat möch­te Rum­mel wie­der at­trak­ti­ver ge­stal­ten

Tageblatt (Luxembourg) - - Süden -

Ge­schäfts­leu­te oder Schau­stel­ler, die an dem mo­nat­li­chen Markt oder an der jähr­li­chen Kir­mes teil­nah­men, muss­ten ei­ne Stand­ge­bühr von 2,5 Eu­ro pro Me­ter be­zah­len. Für den Rum­mel kom­men­de Wo­che ha­be sich noch gar kein Schau­stel­ler an­ge­mel­det. „Wir wol­len ver­su­chen, den Markt, aber auch die Kir­mes wie­der at­trak­ti­ver für die Schau­stel­ler zu ma­chen. 2017 hat die Ge­mein­de über die­sen Weg 1.160 Eu­ro ein­ge­nom­men. Die­ses Jahr wer­den es schät­zungs­wei­se 1.000 Eu­ro sein“, er­klär­te Bür­ger­meis­ter Paul Wei­mers­kirch (CSV). Ei­ne Sum­me, auf die man auch ver­zich­ten kön­ne, wenn da­durch der Markt wie­der er­folg­rei­cher wer­de.

Car­lo Feie­rei­sen (LSAP) ent­geg­ne­te, dass man es im­mer noch mit Ge­schäfts­leu­ten zu tun hät­te, die auch Di­enst­leis­tun­gen von der Ge­mein­de in An­spruch neh­men wür­den. Er sprach sich da­für aus, wei­ter­hin ei­ne ge­rin­ge Stand­ge­bühr zu ver­lan­gen. Ob das man­geln­de In­ter­es­se der Schau­stel­ler wirk­lich nur am Stand­geld aus­zu­ma­chen war, wird sich in den kom­men­den Mo­na­ten zei­gen. Die Ge­bühr wur­de mit neun Stim­men und sechs Ent­hal­tun­gen von der LSAP-Frak­ti­on ab­ge­schafft.

Mitt­ler­wei­le kratzt Schiff­lin­gen an der 12.000-Ein­woh­nerMar­ke. 1.085 Kin­der sind in den drei ört­li­chen Grund­schu­len ein­ge­schrie­ben. Sie ge­hö­ren 38 un­ter­schied­li­chen Na­tio­na­li­tä­ten an. Es könn­te sein, dass in Zu­kunft ei­ne vier­te oder gar fünf­te Grund­schu­le in Schiff­lin­gen ge­baut wer­den muss, so die Pro­gno­se des Bür­ger­meis­ters. Die Schul­or­ga­ni­sa­ti­on wur­de ein­stim­mig an­ge­nom­men.

Die stei­gen­den Schü­ler­zah­len spie­geln den Wachs­tum in der ge­sam­ten Ge­mein­de wi­der. So ist die Ein­woh­ner­zahl von 2008 bis 2018 um 30 Pro­zent an­ge­stie­gen. In den letz­ten zehn Jah­ren sind rund 2.500 Men­schen neu nach Schiff­lin­gen ge­zo­gen. Da­mit das Wachs­tum zu­künf­tig bes­ser ge­steu­ert wer­den kann, wur­de der PAG „Bur­wiss“ge­än­dert. In Zu­kunft könn­ten auf der 10,74 Hekt­ar gro­ßen Flä­che 200 neue Woh­nun­gen ent­ste­hen. Man wol­le je­doch nicht die voll­stän­di­ge Flä­che ver­bau­en, er­klär­te der Bür­ger­meis­ter. Al­bert Kal­mes („déi gréng“) sah die­sen Schritt als not­wen­dig an, da die Flä­chen als Re­ser­ve für kom­men­de Ge­ne­ra­tio­nen frei­ge­hal­ten wer­den müs­sen.

Mit neun Stim­men und der Ent­hal­tung der LSAP wur­de die­ser Be­bau­ungs­plan, genau wie der PAG „Geesch­te­feld“, gut­ge­hei­ßen. Die Än­de­run­gen am PAG „Ie­wescht Mill­chen“wur­den ein­stim­mig an­ge­nom­men. AH

Die Ein­woh­ner­zahl in Schiff­lin­gen ist in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren um 30 Pro­zent ge­stie­gen

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