Fest ver­pennt

Noch im­mer kein Ter­min für Fe­ria: Stadt Tor­re­vie­ja patzt bei Pla­nung des be­lieb­ten Mai-Fests

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Tor­re­vie­ja – ma. Die Stadt­re­gie­rung von Tor­re­vie­ja wird in der nächs­ten Plenar­sit­zung wei­te­re 12.000 Qua­drat­me­ter Grund und Bo­den für Neu­bau­ten frei­ge­ben. Ur­sprüng­lich soll­te ei­ne Par­zel­le zwi­schen der Kon­zert­hal­le von Tor­re­vie­ja und der Sport­stadt für ei­nen Ho­tel­neu­bau re­ser­viert wer­den. Der Be­sit­zer des Grund­stücks hat­te be­reits 2013 ei­ne Ge­neh­mi­gung für den Bau von Häu­sern be­an­tragt. Doch die da­ma­li­ge PP-Re­gie­rung hat­te ihm das ver­wehrt mit der Be­grün­dung , dass die In­ter­es­sen der Stadt an ei­nem Ho­tel zur Stär­kung des lo­ka­len Tou­ris­mus Vor­rang hät­ten.

Der Vor­schlag der punk­tu­el­len Än­de­rung des Be­bau­ungs­plans stammt dies­mal von der Ko­ali­ti­ons­re­gie­rung aus Grü­nen (LV), So­zia­lis­ten (PSOE), APTce und Ver­ei­nig­ten Lin­ken (IU), in der Re­gel vor­nehm­lich be­kannt we­gen ih­rer kri­ti­schen Hal­tung zur mas­si­ven Be­bau­ung. Dass die Rol­len jetzt ver­tauscht sind – die PP will ge­gen die Um­wid­mung stim­men – wirkt nicht kon­se­quent.

Tat­säch­lich will sich die Volks­par­tei (PP) wei­ter­hin für ein Ho­tel in der La­ge stark ma­chen, dass für Sport- und Kon­gress­tou­ris­mus ge­nutzt wer­den soll. Of­fen­bar lie­gen An­fra­gen po­ten­zi­el­ler In­ves­to­ren vor. Bau­stadt­rä­tin Fan­ny Ser­ra­no (PSOE) kon­ter­te, dass kein Geld­ge­ber ein Ho­tel na­he ei­nes na­he­zu kaum ge­nutz­ten Au­di­to­ri­ums bau­en wer­de, da dies nicht ren­ta­bel sei. Sei­ner­zeit, so Ser­ra­no, ha­be die PP die An­fra­ge der Um­wid­mung nicht über die Ab­stim­mung im Stadt­rat ent­schie­den, son­dern im Vor­feld mit­tels ei­nes ne­ga­ti­ven Be­scheids des Ex-Bau­stadt­rats Fran­cis­co Mo­re­no (PP).

Po­li­ti­sches Schein­ge­fecht

Un­term Strich läuft der me­dia­le Schlag­ab­tausch auf ein po­li­ti­sches Schein­ge­fecht hin­aus. Denn be­reits 2010 wur­den von der jahr­zehn­te­lang re­gie­ren­den Volks­par­tei über 462.000 Qua­drat­me­ter Grund im so ge­nann­ten „Sec­tor 25 – Po­zo Dul­ce“als Bau­land de­kla­riert. Ein Drit­tel die­ser gro­ßen Flä­che, 154.000 Qua­drat­me­ter, soll­ten ge­mäß der fest­ge­leg­ten Be­bau­ungs­dich­te (0,35 Qua­drat­me­ter/Qua­drat­me­ter) mit Vil­len, Bun­ga­lows und Apart­ment­häu­sern er­schlos­sen wer­den.

Das Ho­tel­grund­stück von 12.000 Qua­drat­me­tern of­fen­bart sich in sei­ner Grö­ßen­re­la­ti­on als zu ver­nach­läs­si­gen, zu­mal die Stadt­re­gie­rung Ho­tel-Wol­ken­krat­zer am Ha­fen Ma­ri­na In­ter­na­tio­nal ge­neh­mi­gen will, die ein Viel­fa­ches der Bet­ten­zahl er­mög­li­chen.

Dass das Rat­haus jüngst auf sei­ner Home­page al­le Be­bau­ungs­plä­ne seit 1960 ver­öf­fent­licht hat, hält jeg­li­cher Kri­tik sei­tens der PP an­ge­sichts ei­ner an­geb­lich dem Bau­wahn ver­fal­le­nen links­li­be­ra­len Ko­ali­ti­ons­re­gie­rung den Spie­gel vor. Da ist ein­seh­bar, wie gren­zen­los in den Jah­ren der kon­ser­va­ti­ven Re­gie­rung Mil­lio­nen von Qua­drat­me­tern Land für die Bau­wirt­schaft frei­ge­ge­ben wor­den sind.

Fo­to: M. All­hoff

Mi­schung aus Sied­lung mit Ho­tel kann funk­tio­nie­ren: Ho­tel Do­ña Mon­se in Los Bal­co­nes.

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