Ge­mein­sam geht es

En­cu­en­tros-Fest in La Nucía – 300 Be­su­cher und Spen­den in Hö­he von 3.200 Eu­ro

Costa Blanca Nachrichten - - Erste Seite - Ste­phan Kip­pes La Nucía

Mit 300 Be­su­chern und Spen­den in Hö­he von 3.200 Eu­ro war das En­cu­en­tros-Fest des Tou­ris­mus­pfarr­amts an der Cos­ta Blan­ca und der CBN ein Er­folg. Das En­ga­ge­ment eh­ren­amt­li­cher Hel­fer und die re­ge Teil­nah­me von Au­to­ren und Mu­si­kern mach­ten aus dem Be­ne­fiz-Event ei­ne ge­lun­ge­ne Ver­an­stal­tung.

3.200 Eu­ro Spen­den­gel­der für die Mis­si­on der Grup­pe Sa­cam­ba­ya und 300 Gäs­te – die Bi­lanz des Be­geg­nungs­fests En­cu­en­tros am Frei­tag, 5. Ok­to­ber, im Um­welt­bil­dungs­zen­trums CEM in La Nucía kann sich se­hen las­sen. Or­ga­ni­siert hat­ten es das Tou­ris­mus­pfarr­amt der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD), das Rat­haus La Nucía und die Cos­ta Blan­ca Nach­rich­ten (CBN).

Mehr als an nack­ten Zah­len lässt sich der Er­folg der Ver­an­stal­tung an der lo­cke­ren Stim­mung, den gut be­such­ten mu­si­ka­li­schen und li­te­ra­ri­schen Dar­bie­tun­gen und den in­ter­es­san­ten Be­geg­nun­gen von Künst­lern und Pu­bli­kum mes­sen. Die Leu­te, die den Weg ins CEM fan­den, schie­nen sich dort wohl­zu­füh­len – was bei der schö­nen An­la­ge kein Wun­der ist.

Das En­cu­en­tros-Fest dien­te auch ei­nem gu­ten Zweck. Es soll­te die bo­li­via­ni­sche Mu­sik­grup­pe Sa- cam­ba­ya da­bei un­ter­stüt­zen, So­lar­an­la­gen für ein Kul­tur­zen­trum für den Ort In­de­pen­den­cia zu fi­nan­zie­ren. 3.200 Eu­ro ka­men zu­sam­men für ein kon­kre­tes, klei­nes Pro­jekt im Kon­text ei­ner gro­ßen Na­tur­ka­ta­stro­phe. Hef­ti­ge Re­gen­fäl­le hat­ten die Re­gi­on ver­gan­ge­nen Win- ter heim­ge­sucht und schwe­re Erd­rut­sche aus­ge­löst, die gan­ze Dör­fer und Fel­der un­ter Schlamm und Ge­röll be­gru­ben.

Sa­cam­ba­ya setzt sich für ei­nen nach­hal­ti­gen und um­welt­ge­rech­ten Wie­der­auf­bau der Re­gi­on Cochabam­ba ein. Was dort ge­schah, das stell­te Ho­no­rar­kon­su­lin Do­ro­thea von Drah­osch San­ne­mann in ih­rer An­spra­che klar her­aus, könn­te je­der­zeit auch an der Cos­ta Blan­ca ge­sche­hen.

Er­höh­te Ero­si­ons­ge­fahr auf­grund von Wald­brän­den und kah­len Land­schaf­ten ver­wan­deln auch hier nach hef­ti­gen Re­gen­fäl­len gan­ze Land­stri­che in Über­schwem­mungs­ge­bie­te. Man den­ke nur mal zu­rück an die Flut­ka­ta­stro­phe von 2007, die Dör­fer wie Be­ni­ar­beig, El Ver­ger und Els Po­blets heim­such­te. Oder die­se Wo­che: Die Bil­der in den Abend­nach­rich­ten vom Di­ens­tag von den Über­schwem­mun­gen in Ka­ta­lo­ni­en, auf Mallor­ca oder in Mála­ga.

Aus den Schä­den ler­nen

„Lei­der ge­hen auch wir nicht im­mer scho­nend mit un­se­rer Um­ge­bung und der Na­tur um. Wir miss­han­deln die Na­tur re­gel­recht, und dann kommt der Tag, an dem die Na­tur nicht mehr kann, und wir wer­den von Na­tur­ka­ta­stro­phen heim­ge­sucht. Die Schuld an die­sen Na­tur­ka­ta­stro­phen hat nicht die Na­tur, son­dern der Mensch. Dar­um müs­sen wir den Kin­dern wie­der Lie­be und Re­spekt zur Na­tur bei­brin­gen, nicht nur Kon­su­mis­mus und iPho­ne – da­mit sie ler­nen, dass ein Wald ein le­ben­di­ges We­sen ist, das ge­hü­tet und ge­pflegt

Fo­tos: Án­gel Gar­cía

Be­su­cher des En­cu­en­tros-Fests lau­schen den mu­si­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen.

Die Ben­i­dor­mer Folk­lo­re­grup­pe Tra­mon­ta­na.

Au­to­rin Ga­b­rie­la Son­nen­berg.

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