„Für die rich­ti­ge Sa­che kämp­fen“

In­ter­na­tio­na­ler Ver­ein Ascop­ma for­dert Küs­ten­zug im Ein­klang mit dem Um­welt­schutz

Costa Blanca Nachrichten - - Costa Blanca Norden -

Ped­re­guer – se. Der kreis­wei­te, in­ter­na­tio­na­le Ver­ein Ascop­ma setzt sich für ei­nen Küs­ten­zug von Ali­can­te nach Va­len­cia oh­ne Ein­bu­ßen für die Um­welt ein. „1974 wur­de der Zug­ver­kehr nach Va­len­cia ein­ge­stellt“, be­rich­tet der zwei­te Vor­sit­zen­de Pe­ter Pock­randt. „Seit­dem ist die Ma­ri­na Al­ta vom Zug­netz ab­ge­schnit­ten. Es gibt nur ei­ne Tram nach Ali­can­te.“

2015 ver­öf­fent­lich­te das Land Va­len­cia ei­ne Stu­die zu ei­nem Zug­pro­jekt. Die Bahn­li­nie soll­te von Va­len­cia bis Ali­can­te par­al­lel zur Au­to­bahn A-7 ver­lau­fen, doch das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um in Ma­drid be­fand, dass Va­len­cia nicht die kor­rek­ten Grund­la­gen­da­ten ge­nutzt hat­te und mach­te 2016 ei­ne neue Stu­die. In der ver­leg­te man die Glei­se von der Au­to­bahn weg.

„Und im Na­tur­park Mont­gó soll­te ein rie­si­ger Bahn­hof mit ei­ner fast 15 Me­ter ho­hen Über­füh­rung für die Tram lie­gen. Da, wo heu­te der Pfer­de­schutz­ver­ein Apac sei­nen Sitz hat“, sagt Pock­randt. „Doch das Pro­jekt war nicht wirt­schaft­lich. Es wur­de auf Eis ge­legt, das war ein Schock für Dé­nia.“

Des­halb gab Dé­nia bei der Uni­ver­si­tät Ali­can­te ei­ne neue Stu­die in Auf­trag. „Und da kam her­aus, dass sich die Li­nie lohnt und dass es für Dé­nia am bes­ten wä­re, wenn der Bahn­hof im Orts­teil La Ped­re­ra auf dem Mont­gó liegt“, so der Deut­sche. Dé­nia be­hielt im neu­en Flä­chen­nut­zungs­plan die Stre­cken­füh­rung von 2016 bei, strich die Li­nie nach Va­len­cia und sie­del­te den Bahn­hof in La Pe­dere­ra an.

„Es wird aber nur ei­nen Bahn­hof in der Ge­gend ge­ben und al­le Leu­te aus an­de­ren Or­ten müss­ten nach Dé­nia rein­fah­ren, um zu La Ped­re­ra zu kom­men“, sagt Pock­randt. „La Ped­re­ra liegt im Na­tur­park, es gibt kei­ne gro­ßen Stra­ßen und man muss ei­ne Zo­ne mit meh­re­ren Schu­len durch­que­ren.“

Es ha­be hun­der­te Ein­sprü­che ge­ge­ben. Zu­nächst von al­len um­lie­gen­den Or­ten, die ei­nen gut zu­gäng­li­chen Bahn­hof an der Au­to­bahn­aus­fahrt und der Na­tio­nal­stra­ße N-332 for­der­ten. Und dann von Um­welt­schüt­zern.

Ei­ner der Ein­sprü­che kam von Ascop­ma: „Wir sa­gen: Ein mo­der­ner Schnell­zug muss von Va­len­cia nach Ali­can­te fah­ren. Und al­les muss raus aus dem Na­tur­schutz­ge­biet. Die Glei­se müs­sen ent­lang der Au­to­bahn lie­gen, um kei­ne neu­en Schnei­sen zu schla­gen. Wir wol­len ei­nen Durch­gangs­bahn­hof an der Au­to­bahn­aus­fahrt und der Na­tio­nal­stra­ße N-332 oder bei Ga­ta. Und dann schafft man ei­ne Bu­s­an­bin­dung nach Dé­nia.“

Ein so gro­ßer Bahn­hof ha­be ra­di­ka­le Aus­wir­kun­gen auf die Land­schaft. „Es wür­den drei Glei­se breit wie ei­ne Au­to­bahn quer durch das Na­tur­schutz­ge­biet und den Golf­platz La Sel­la ver­lau­fen.“

Und das zwei­te Pro­blem sei, dass man nie zu ei­nem Zug kä­me, wenn nicht al­le Rat­häu­ser an ei­nem Strang zie­hen. Pock­rand for­dert: „Die Bür­ger müs­sen sich zu­sam­men­schlie­ßen und für die rich­ti­ge Sa­che kämp­fen.“Ascop­ma ha­be 140 en­ga­gier­te, in­ter­na­tio­na­le Mit­glie­der. Der Ver­ein or­ga­ni­siert In­fo­ver­an­stal­tun­gen in drei Spra­chen. Er knüpft Kon­tak­te zu den Rat­häu­sern und hat Zu­sam­men­ar­beits­ab­kom­men zum Bei­spiel mit Ped­re­guer. Er ar­bei­tet mit An­woh­ner­ver­ei­nen und Um­welt­schüt­zern wie der Fun­dem-Stif­tung zu­sam­men. Und er hält Vor­trä­ge in deut­schen Ver­ei­nen wie dem Eu­ro­club.

Drei Glei­se breit wie ei­ne Au­to­bahn quer durch das Na­tur­schutz­ge­biet

Fo­to: pri­vat

Im Vor­stand ar­bei­ten Spa­nier und Re­si­den­ten Sei­te an Sei­te.

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