Vor­sicht vor gif­ti­gen Qual­len

Seit Fe­bru­ar sind mehr als 200 Ex­em­pla­re der Por­tu­gie­si­schen Ga­lee­re ent­deckt wor­den

Costa del Sol Nachrichten - - Costa Del Sol -

Mo­tril – mit. An den Strän­den der Pro­vinz Gra­na­da sind seit Fe­bru­ar die­ses Jah­res mehr als 200 Ex­em­pla­re der gif­ti­gen Por­tu­gie­si­schen Ga­lee­re re­gis­triert wor­den – ei­ner blau-röt­lich schim­mern­den Qual­le, die aus­sieht, wie ein klei­ner auf­ge­bla­se­ner Plas­tik­beu­tel. Be­son­ders zwi­schen Mo­tril und La Ma­mo­la so­wie an der Pla­ya La Rá­bi­ta und El Po­zue­lo gab es zahl­rei­che Fun­de die­ser gif­ti­gen nes­seln­den Glibber­tie­re.

Nach Aus­sa­gen ver­schie­de­ner Mee­res­wis­sen­schaft­ler wer­den die­se bun­ten Mee­resun­ge­heu­er durch star­ke West­win­de und ho­he Wel­len vom At­lan­tik über die Stra­ße von Gi­bral­tar ins Mit­tel­meer ge­spühlt. Dort las­sen sie sich von der Strö­mung trei­ben. Ver­läuft die­se in der Nä­he von Strän­den, kön­nen Por­tu­gie­si­sche Ga­lee­ren ruck­zuck auch im Sand lan­den. Al­ler­dings ist auch dann noch gro­ße Vor­sicht ge­bo­ten, wenn die Qual­len tot am Strand lie­gen. Denn die Nes­sel­zel­len auf ih­ren bis zu 15 Me­ter lan­gen Ten­ta­keln sind im­mer noch hoch­ak­tiv. Hun­der­te von klei­nen Har­pu­nen boh­ren sich bei ei­ner Be­rüh­rung der Ten­ta­kel in die Haut und hin­ter­las­sen neu­ro-, zy­to- Die hoch­gif­ti­gen Por­tu­gie­si­sche Ga­lee­ren – auch fal­sche Qual­len ge­nannt – sind zur Zeit häu­fig an den Küs­ten An­da­lu­si­ens zu fin­den. und kar­dio­to­xi­sche Gif­te, die je nach Al­ter und Ge­sund­heit der be­trof­fe­nen Per­so­nen ei­nen neu­ro­ge­nen Schock aus­lö­sen kön­nen, der bis zum Tot füh­ren kann. Für jun­ge und ge­sun­de Men­schen ist ein Biss der Por­tu­gie­si­schen Ga­lee­re zwar sel­ten töd­lich, aber im­mer­hin äu­ßerst schmerz­haft.

Im Jahr 2010 ha­ben Mee­res­for­scher die höchs­te Kon­zen­tra­ti­on von Por­tu­gie­si­schen Ga­lee­ren an den Küs­ten An­da­lu­si­ens fest­ge­stellt. Im Jahr 2013 folg­te ein wei- te­rer Schub die­ser gif­ti­gen Qual­len, ehe bis vor Kur­zem Ru­he ein­ge­kehrt war. Für die Som­mer­mo­na­te wer­den je­doch kaum oder gar kei­ne Por­tu­gie­si­schen Ga­lee­ren an den Strän­den An­da­lu­si­ens er­wa­ret, da das Wetter re­la­tiv sta­bil ist.

Fo­to: Wal­de­mar Vat­ter/CSN-Archiv

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