Er­ben müs­sen Zu­gang zu Fbkon­to er­hal­ten

20 Minuten - St. Gallen - - AUFTAKT -

KARLS­RU­HE. Er­ben müs­sen nach ei­nem Grund­satz­ur­teil des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) Zu­gang zu ei­nem Face­book­kon­to be­kom­men. Der BGH in Karls­ru­he gab ges­tern ei­ner Mut­ter Recht, die nach dem Tod ih­rer Toch­ter in ei­nem jah­re­lan­gen Rechts­streit da­für ge­kämpft hat­te. Die Rich­ter ent­schie­den, dass der Ver­trag für ein Kon­to in ei­nem On­li­ne­netz­werk auf die Er­ben über­geht und auch der Zu­gang dar­auf da­mit ver­bun­den ist. Auch ana­lo­ge Do­ku­men­te wie Ta­ge­bü­cher oder Brie­fe wür­den ver­erbt, er­klär­te das Ge­richt. Es be­ste­he kein Grund, «di­gi­ta­le In­hal­te an­ders zu be­han­deln». Die 15­jäh­ri­ge Toch­ter der Klä­ge­rin war 2012 un­ter un­ge­klär­ten Um­stän­den bei ei­nem U­bahn­un­fall ums Le­ben ge­kom­men. Die Mut­ter hoff­te, durch den Zu­gang auf das Face­book­kon­to zu er­fah­ren, ob das Mäd­chen Sui­zidab­sich­ten ge­hegt hat­te. Sie hat­te die Zu­gangs­da­ten, konn­te aber nicht auf die In­hal­te des Kon­tos zu­grei­fen, weil sich die­ses in ei­nem so­ge­nann­ten Ge­denk­zu­stand be­fand.

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