Asyl­zah­len rück­läu­fig

Berner Oberlander - - Schweiz -

Schwei­zer Grenz­schüt­zer grei­fen deut­lich we­ni­ger Asyl­su­chen­de auf.

Die Zah­len sind so tief wie vor Be­ginn der Flücht­lings­kri­se 2015.

Die Asyl­su­chen­den kom­men auf dem eu­ro­päi­schen Kon­ti­nent an und tref­fen auf ein Sys­tem von für sie ge­schlos­se­nen Gren­zen. Das Du­blin-Ver­trags­werk sieht vor, dass je­ner Staat das Auf­nah­me­ver­fah­ren ab­wi­ckelt, in dem die­se Men­schen erst­mals eu­ro­päi­schen Bo­den be­tre­ten. Oft ist das Ita­li­en oder Grie­chen­land, Mal­ta und im­mer häu­fi­ger Spa­ni­en. Doch vie­le, wenn nicht die meis­ten, wol­len wei­ter. In den Nor­den. Ei­ni­ge stei­gen da­zu auf Gü­ter­zü­ge – und pas­sie­ren so die Schweiz.

Kein neu­es Phä­no­men

Die deut­schen Be­hör­den grif­fen in den letz­ten Mo­na­ten im Grenz­ge­biet im­mer mal wie­der Mi­gran­ten auf, die ver­such­ten, auf die­se Wei­se il­le­gal ein­zu­rei­sen. Ei­ni­ge Me­di­en spe­ku­lier­ten dar­auf­hin über ei­ne neue Flucht­rou­te durch die Schweiz.

Deut­sche wie auch Schwei­zer Grenz­schüt­zer be­ton­ten aber: Die Rei­se mit dem Gü­ter­zug ist kein neu­es Phä­no­men – und ei­ne Ran­der­schei­nung: «Die Auf­grif­fe auf Gü­ter­zü­gen ma­chen we­ni­ger als ein Pro­zent der fest­ge­stell­ten rechts­wid­ri­gen Auf­ent­hal­te aus», sagt Da­vid Mar­quis, Me­dien­spre­cher der Eid­ge­nös­si­schen Zoll­ver­wal­tung. Es dürf­ten seit Jah­res­be­ginn we­ni­ger als 100 sein, ob­wohl die Grenz­schüt­zer ih­re Kon­trol­len in­ten­si­vier­ten.

«Lau­fend ana­ly­siert»

Über­haupt be­we­gen sich die von der Grenz­wa­che fest­ge­stell­ten il­le­ga­len Auf­ent­hal­te in der Schweiz auf ei­nem sehr tie­fen Ni­veau: 1257 wa­ren es im Ju­ni, 9050 seit An­fang Jahr. Zah­len, so tief wie letzt­mals vor Be­ginn der Flücht­lings­kri­se 2015, be­tont Da­vid Mar­quis. Aber auch wenn sich der­zeit die La­ge sehr ent­spannt prä­sen­tiert, ana­ly­sie­re man die Si­tua­ti­on lau­fend. Bei Ver­än­de­run­gen kön­ne man kurz­fris­tig re­agie­ren. Ced­ric Fröh­lich

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