Bel­gi­er zu stark

Berner Zeitung (Emmental) - - Vorderseite -

Die Schweiz hat in der Na­ti­ons Le­ague beim Fa­vo­ri­ten Bel­gi­en ver­dient 1:2 ver­lo­ren. Der bul­li­ge Tor­jä­ger Rome­lu Lu­ka­ku er­ziel­te nach der Pau­se bei­de To­re für den WM-Halb­fi­na­lis­ten, bei dem auch Su­per­star Eden Ha­zard über­zeug­te. Der ein­ge­wech­sel­te Ma­rio Gav­ra­no­vic schoss Mit­te der zwei­ten Halb­zeit das Schwei­zer Tor zum 1:1. Be­reits am Mon­tag geht es für die Schweiz in der Na­ti­ons Le­ague in Is­land wei­ter. Das ers­te Du­ell ge­gen die Is­län­der hat­te die Schweiz zu Hau­se gleich 6:0 ge­won­nen.

Ro­ger Fe­de­rer be­zwingt Kei Nis­hi­ko­ri in zwei Sät­zen und steht in Shang­hai im Halb­fi­nal. Ti­mea Bacs­in­sz­ky über­rascht in Tian­jin.

Ro­ger Fe­de­rer steht beim Mas­ters-1000-Tur­nier in Shang­hai im Halb­fi­nal. Der in Chi­na als Num­mer 1 ge­setz­te Ti­tel­ver­tei­di­ger setz­te sich in knapp zwei St­un­den ge­gen den star­ken Ja­pa­ner Kei Nis­hi­ko­ri (ATP 12) 6:4, 7:6 (7:4) durch. Fe­de­rer ver­dien­te sich den Halb­fi­nal­ein­zug mit sei­ner bis­her bes­ten Leis­tung im Tur­nier. Vor al­lem im ers­ten Satz spiel­te er wie aus ei­nem Guss und do­mi­nier­te mit Aus­nah­me ei­ner kur­zen Schwä­che und dem ver­lo­re­nen Auf­schlag­spiel zum 4:2 die Ball­wech­sel mit sei­ner ag­gres­si­ven Tak­tik.

Auch im zwei­ten Satz führ­te Fe­de­rer schnell 2:0, da­nach be­kun­de­te er aber bei ei­ge­nem Ser­vice ei­ni­ge Mü­he. Nis­hi­ko­ri ge­lang das Re­break, und da­nach war der agi­le Ja­pa­ner eben­bür­tig. Im Tie­break ver­füg­te Fe­de­rer aber über die bes­se­ren Ner­ven. Der 37jäh­ri­ge Bas­ler ge­wann nach ei­nem 1:4-Rück­stand die letz­ten sechs Punk­te und nach 1:51 St­un­den die Par­tie mit ei­nem Punkt am Netz.

Im heu­ti­gen Halb­fi­nal (cir­ca 14 Uhr Schwei­zer Zeit) trifft Fe­de­rer auf Wa­wrin­ka-Be­zwin­ger Bor­na Co­ric (ATP 19). Der Kroa­te dürf­te ein ähn­li­cher Geg­ner sein wie Nis­hi­ko­ri: ein gu­ter Kon­ter­spie­ler, der den Ball früh nimmt und enorm be­schleu­ni­gen kann. «Es ist schwie­rig, wenn der Ball gleich mit dem Re­turn schnell zu­rück­kommt. Da kannst du manch­mal nur re­agie­ren», stell­te Fe­de­rer nach dem Sieg ge­gen Nis­hi­ko­ri fest. Das tat er in die­ser Wo­che meist sehr gut, auch wenn er in al­len drei Mat­ches an sei­ne Gren­zen ge­hen muss­te. Der Bas­ler, der in Shang­hai be­reits vier- mal tri­um­phiert hat, ist zu­frie­den: «Ich bin über­glück­lich, wie­der im Halb­fi­nal zu ste­hen. Ich tref­fe den Ball sehr gut hier.» Et­was Sor­gen dürf­te ihm al­len­falls der Auf­schlag be­rei­ten. Ob­wohl der Be­lag schnell ist, muss­te er sei­nen Geg­nern in acht Sät­zen be­reits sie­ben Breaks zu­ge­ste­hen. Zwar wa­ren al­les her­vor­ra­gen­de Re­turn-Spie­ler, doch das sind Co­ric und der po­ten­zi­el­le Fi­nal­geg­ner No­vak Djo­ko­vic erst recht.

Star­ke Ner­ven in Tian­jin

Auch Ti­mea Bacs­in­sz­ky steht im Halb­fi­nal – dies al­ler­dings sehr über­ra­schend. Beim WTA-Tur­nier in Tian­jin ge­wann die 29jäh­ri­ge Waadt­län­de­rin 7:6 (7:2), 7:6 (7:5) ge­gen die Welt­num­mer 11 Ary­na Sa­ba­len­ka. Ob­wohl Bacs­in­sz­ky in bei­den Sät­zen früh mit ei­nem Break in Rück­stand ge­riet, setz­te sie sich nach 2:16 St­un­den durch. Sie zeig­te sich da­bei sehr ner­ven­stark, wehr­te im ers­ten Satz ins­ge­samt drei Satz­bäl­le ab und hielt im zwei­ten Durch­gang bei 4:4 und 5:5 ih­ren Auf­schlag nach Ab­wehr von je ei­ner Break­chan­ce. Nach schwie­ri­gen Mo­na­ten ge­lang der ak­tu­el­len Num­mer 329 in Chi­na ein ve­ri­ta­bler Ex­ploit. sda

Fo­to: Keysto­ne

Ro­ger Fe­de­rer

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