Drit­te Nie­der­la­ge für den SC Bern

Der SC Bern be­zieht trotz gu­ter Leis­tung die drit­te Nie­der­la­ge in Se­rie. Die ZSC Li­ons ge­win­nen 3:0.

Berner Zeitung (Emmental) - - Erste Seite - Adri­an Ruch

Der SCB blieb ge­gen die ZSC Li­ons oh­ne Tor­er­folg – und zum drit­ten Mal in die­ser Sai­son oh­ne Punk­te. Knack­punkt war ein ab­er­kann­ter Ber­ner Tref­fer.

In der 31. Mi­nu­te be­zwingt Ted Brit­hén Zsc-go­a­lie Lu­do­vic Wa­eber mit ei­nem Hoch­eck­schuss. Auf den grossen Bild­schir­men des Hal­len­sta­di­ons ist zu se­hen, wie der Schwe­de er­leich­tert tief aus­at­met. Er freut sich über den ers­ten Meis­ter­schafts­tref­fer im vier­ten Match für den SC Bern. Doch die Glücks­ge­füh­le sind nur von kur­zer Dau­er, denn Li­ons-coach Ri­kard Grön­borg nimmt die Coa­ches Chal­len­ge. Den Tipp hat er von Go­alie­trai­ner Ste­phan Sieg­fried er­hal­ten, der auf der Tri­bü­ne das Vi­deo kon­trol­liert.

Und tat­säch­lich, Vin­cent Pra­plan hat die blaue Li­nie Se­kun­den­bruch­tei­le vor der Schei­be über­quert – Off­side, der Tref­fer zählt nicht. Aus­ge­rech­net der Tops­ko­rer, der nicht nur we­gen des gel­ben Helms zu den auf­fäl­ligs­ten Ak­teu­ren zählt, ver­hin­dert das Er­folgs­er­leb­nis. Es wä­re so wich­tig ge­we­sen – und durch­aus ver­dient. Denn die Mut­zen ha­ben die fa­vo­ri­sier­ten Zürcher mit gros­sem En­ga­ge­ment über wei­te Stre­cken un­ter Druck ge­setzt. Der SCB spielt hart, schnell, ge­nau so, wie sich das Coach Don Nach­baur vor­stellt. Doch

Auf­wand und Er­trag stim­men nicht über­ein.

Frü­hes Ge­gen­tor

Denn der ZSC führt zu die­sem Zeit­punkt 1:0, und zwar seit der 3. Mi­nu­te. Ra­pha­el Prassl, von den Scb-spie­lern «ver­ges­sen», konn­te am hin­te­ren Pfos­ten un­be­hin­dert ein­schie­ben. Der Vor­sprung der Zürcher ent­spricht zwar nicht den Spiel­an­tei­len, ist aber nicht völ­lig un­ver­dient. Denn die Gast­ge­ber sind zwar sel­ten im Vor­wärts­gang, wenn sie aber vor To­mi Kar­hu­nen auf­tau­chen, dann sor­gen sie oft für Tor­ge­fahr. Bei Bern fehlt hin­ge­gen häu­fig die Prä­zi­si­on beim letz­ten Pass.

Auch nach dem ab­er­kann­ten Tor spielt der SCB wei­ter mit viel Tem­po. Doch ein Tor ge­lingt nicht. Das Haupt­pro­blem ist der­zeit das Po­wer­play. Fünf Ge­le­gen­hei­ten wer­den nicht ge­nutzt. Über­haupt ha­ben die Ber­ner in die­ser häu­fig ent­schei­den­den Spar­te in der Meis­ter­schaft noch nie ge­trof­fen. Im letz­ten Drit­tel hat vor­erst Pra­plan zwei wei­te­re Gross­chan­cen, doch dann ver­dop­peln die Zürcher den Vor­sprung. Cap­tain Patrick Gee­ring be­zwingt Kar­hu­nen aus der Mit­tel­dis­tanz. Das 3:0 fällt, als Bern oh­ne Go­a­lie spielt.

Schlecht ge­spielt hat der SCB in der Na­tio­nal Le­ague noch nie, und doch hat er erst drei Zäh­ler auf dem Kon­to. Kaum hat die Meis­ter­schaft be­gon­nen, ist die Ta­bel­len­la­ge schon un­ge­müt­lich. Das macht es nicht leich­ter, lo­cker auf­zu­spie­len. Denn das ist ge­nau, was fehlt: Ein Quänt­chen Lo­cker­heit und Cool­ness.

We­gen der Co­ro­na-fäl­le beim HC Lu­ga­no muss der SCB heu­te pau­sie­ren. Das Heim­spiel ge­gen die Tes­si­ner ist auf den 5. Ja­nu­ar 2021 ver­scho­ben wor­den.

Foto: En­nio Le­an­za (Keysto­ne)

Für ein­mal im Vor­teil: Berns Ra­mon Un­ter­san­der vor dem Zü­ri­cher Chris­ti­an Mar­ti.

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