In­ves­to­rin für al­te Feu­er­wehr­ka­ser­ne

Berner Zeitung (Stadt) - - Vorderseite -

Der Ber­ner Ge­mein­de­rat hat ei­ne In­ves­to­rin für das Are­al um die al­te Feu­er­wehr­ka­ser­ne Vik­to­ria ge­fun­den. Die Bas­ler Stif­tung Edith Ma­ryon ist be­reit, all die Stadt­ber­ner Rah­men­be­din­gun­gen ein­zu­hal­ten.

Auch das Re­stau­rant Lö­scher soll blei­ben kön­nen.

Die Bas­ler Stif­tung Edith Ma­ryon will das Are­al der ehe­ma­li­gen Feu­er­wehr­ka­ser­ne ent­wi­ckeln. Und die Zwi­schen­nut­zung wird ver­län­gert.

Die Stadt Bern steht vor ei­ner Her­aus­for­de­rung. Es geht um die Fra­ge, wie das Are­al der ehe­ma­li­gen Feu­er­wehr­ka­ser­ne im Vik­to­ria­quar­tier am bes­ten ge­nutzt wird. Die rot-grü­ne Stadt­re­gie­rung hat kla­re Rah­men­be­din­gun­gen vor­ge­ge­ben. Ein Ver­kauf des Are­als an den meist­bie­ten­den In­ves­tor wür­de ih­ren Vi­sio­nen in Sa­chen ge­mein­nüt­zi­ger Woh­nungs­bau wi­der­spre­chen.

Für güns­ti­gen Wohn­raum

Nun hat der Ge­mein­de­rat ei­ne ihm ge­neh­me In­ves­to­rin ge­fun- den. Die Bas­ler Stif­tung Edith Ma­ryon und ih­re Toch­ter­ge­sell­schaft Equi­mo AG sind be­reit, das Are­al im Rah­men der Prä­mis­sen des Ge­mein­de­rats als In­ves­to­ren zu ent­wi­ckeln. Die Stif­tung wur­de im Jahr 1990 zur För­de­rung so­zia­ler Wohn- und Ar­beits­stät­ten ge­grün­det. Sie stellt nach ei­ge­nen An­ga­ben mög­lichst güns­ti­gen Raum und Wohn­raum vor­zugs­wei­se für so­zio­kul­tu­rel­le Nut­zun­gen be­reit und be­sitzt zu die­sem Zweck zahl­rei­che Im­mo­bi­li­en im In- und Aus­land. Bis En­de 2018 will die Stadt Bern mit der Stif­tung ei­nen Bau­rechts­ver­trag ab­schlies­sen.

Neu­bau für 20 Woh­nun­gen

In sei­ner gest­ri­gen Mit­tei­lung skiz­ziert der Ge­mein­de­rat ziem­lich ge­nau, wie er sich die Um­nut- zung des Are­als vor­stellt. Zum ei­nen soll ge­mein­nüt­zi­ger Wohn­raum ent­ste­hen. Da­für ist ein Neu­bau an der Gott­helf­stras­se vor­ge­se­hen. Die­se rund 20 Woh­nun­gen wer­den frü­hes­tens im Jahr 2022 be­zugs­be­reit sein.

Aus für Flücht­lings­un­ter­kunft

Wei­ter ver­langt der Ge­mein­de­rat, dass die heu­ti­ge Nut­zung im Ge­bäu­de­teil, der an der Vik­to­ria­stras­se liegt, wei­ter­ge­führt wer­den kann. Dort be­fin­den sich bei­spiels­wei­se das Re­stau­rant Lö­scher und di­ver­se klei­ne­re Ge­wer­be­be­trie­be wie ein Ge­trän­ke­her­stel­ler. Zu­dem will der Ge­mein­de­rat, dass auch die Kin­der­ta­ges­stät­te ih­ren Be­trieb wei­ter­füh­ren kann.

Die heu­te be­ste­hen­de Flücht­lings­un­ter­kunft wird da­ge­gen bei der neu kon­zi­pier­ten Nut­zung kei­nen Platz mehr ha­ben.

Die für die Zwi­schen­nut­zun­gen er­teil­ten Be­wil­li­gun­gen sind bis En­de Ja­nu­ar 2019 be­fris­tet. Das Glei­che gilt für den Bau­rechts­ver­trag zwi­schen der Stadt und den Zwi­schen­nut­zern. Nun geht der Ge­mein­de­rat da­von aus, dass es nicht mög­lich sein wird, An­fang Fe­bru­ar 2019 mit den Bau­ar­bei­ten zu be­gin­nen. Des­halb will er ein Bau­ge­such ein­rei­chen, um die Zwi­schen­nut­zun­gen zu ver­län­gern. sny Die Ge­nos­sen­schaft Feu­er­wehr Vik­to­ria führt am kom­men­den Sams­tag ein Fest durch. Die­ses be­ginnt um 14 Uhr und dau­ert bis in die Nacht hin­ein. Die Be­trei­ber der Zwi­schen­nut­zun­gen öff­nen da­bei ih­re Tü­ren.

Foto: Christian Pfan­der

Viel Be­trieb: Der Ge­mein­de­rat will, dass die heu­ti­gen Zwi­schen­nut­zun­gen — hier das Re­stau­rant Lö­scher — auch künf­tig ih­ren Platz ha­ben.

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