Frau­en­power im Militär

BZ Langenthaler Tagblatt - - Vorderseit­e -

Mu­ri­el Jost (r.) und Si­na Sie­gen­tha­ler sind Snow­board­cros­se­rin­nen und jetzt auch Sport­sol­da­ten. Das Duo ab­sol­viert noch bis zum 10. Ju­li die Spit­zen­sport-RS. We­gen Co­ro­na be­gann die Aus­bil­dung in Magg­lin­gen mit ei­nem Mo­nat Ver­spä­tung. Trotz Ein­schrän­kun­gen und ei­ge­nen Pro­ble­men wür­den die bei­den Ber­ne­rin­nen am liebs­ten noch ein­mal ein­rü­cken. (pbt)

Mess­wei­sen in den Bau­re­gle­men­ten al­ler Ge­mein­den kon­trol­lie­ren.

Wach­ter wehrt sich ge­gen den Vor­wurf, sein Amt ge­wich­te die In­ter­es­sen des Orts­bild- oder Na­tur­schut­zes stär­ker als die Bau­in­ter­es­sen der Ge­mein­den: «Das Raum­pla­nungs­ge­setz schreibt uns ei­ne kor­rek­te Ab­wä­gung der In­ter­es­sen vor.» Es sei im Üb­ri­gen nicht so, dass das AGR ei­ne Vor­lie­be für im­mer neue Re­ge­lun­gen ha­be. «Wir un­ter­ste­hen wie auch die Ge­mein­den dem über­ge­ord­ne­ten Recht des Bunds», be­tont Wach­ter. Und vie­le Richt­li­ni­en wür­den gar nicht von sei­nem Amt kom­men. Son­dern von zahl­rei­chen an­de­ren Play­ern wie dem Ge­wäs­ser­schutz, dem Orts­bild­schutz, dem Denk­mal­schutz, dem Kul­tur­land­schutz. Die Ab­klä­run­gen sind da­durch viel auf­wen­di­ger ge­wor­den.

«Es wür­de den Ge­mein­den nicht wei­ter­hel­fen, wenn wir bei der Vor­prü­fung lo­cke­rer ent­schei­den», sagt Wach­ter. So ver­mitt­le man ei­ne Il­lu­si­on, denn die Pla­nun­gen könn­ten dann bei der Ge­neh­mi­gung und im Be­schwer­de­fall vor hö­he­ren In­stan­zen durch­fal­len. «Wir sind auch für Ver­ein­fa­chun­gen, aber nicht für vor­schnel­le, son­dern für nach­hal­ti­ge», sagt Wach­ter. Nur sol­che wür­den den Ge­mein­den und den Bau­un­ter­neh­men Rechts­si­cher­heit ge­wäh­ren. Wach­ter ist über­dies über­zeugt: In den nächs­ten Jah­ren wer­de das Recht sta­bil blei­ben. Ge­mein­den, Pla­nungs­bü­ros und die kan­to­na­len Ge­neh­mi­gungs­be­hör­den hät­ten die neu­en Richt­li­ni­en zu­neh­mend im Griff.

Der Amts­vor­ste­her hat noch ei­ne Ver­mu­tung: «Wir müs­sen ler­nen, mit Kom­ple­xi­tät um­zu­ge­hen.» Es ge­hö­re zu ei­nem mo­der­nen Land wie der Schweiz, dass im­mer mehr Play­er ih­re In­ter­es­sen ver­fech­ten. Es brin­ge nichts, auf Kom­ple­xi­tät ein­fach mit Ab­wehr zu re­agie­ren, bes­ser sei­en in­tel­li­gen­te Kom­pro­mis­se.

In­kom­pe­ten­tes Per­so­nal beim AGR?

Der Ver­zug könn­te auch am Per­so­nal lie­gen. Pri­va­te Pla­nungs­bü­ros er­he­ben den Vor­wurf, auf dem AGR wür­den zu we­nig kom­pe­ten­te Pla­nungs­spe­zia­lis­ten, son­dern vor al­lem ge­lern­te Ar­chi­tek­ten ar­bei­ten. Ja, es ge­be bei den Pla­nern ei­nen Fach­kräf­te­man­gel, räumt Da­ni­el Wach­ter ein. Und die Pla­nungs­bü­ros zahl­ten teils bes­se­re Sa­lä­re als die Kan­tons­ver­wal­tung. Er sei aber über­zeugt, dass auch Ar­chi­tek­ten durch «le­arning on the job» gu­te Pla­ner wür­den. Wach­ter ver­weist zu­dem dar­auf, dass sein Amt trotz der wach­sen­den Kom­ple­xi­tät der Pla­nun­gen seit 20 Jah­ren fast mit dem glei­chen Per­so­nal­be­stand ar­bei­te.

Was meint der Amts­vor­ste­her zum mehr­jäh­ri­gen Dra­ma der

Ge­mein­de Mir­chel? «Wir ha­ben den Ge­mein­den ab­ge­ra­ten, in der un­si­che­ren Pe­ri­ode ab 2014 mit den vie­len Rechts­ver­än­de­run­gen neue Pla­nun­gen an­zu­ge­hen», sagt Da­ni­el Wach­ter. Er räumt aber ein, dass die Ver­zö­ge­rung für Ge­mein­den frus­trie­rend sein konn­te. «Auch für un­ser Amt war es aber schwie­rig, wenn wir we­gen neu­en Rechts frü­he­re Aus­sa­gen kor­ri­gie­ren muss­ten», fügt Wach­ter an.

«Wir ha­ben den Ge­mein­den ab­ge­ra­ten, in der Pe­ri­ode ab 2014 neue Pla­nun­gen an­zu­ge­hen.»

Da­ni­el Wach­ter

Vor­ste­her des AGR

Fo­to: R. Mo­ser

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