EIN VOR­SCHLAG

Das Magazin - - Ein Vorschlag - FINN CANONICA

Manch­mal muss man von lang ge­pfleg­ten Ide­en Ab­schied neh­men. Seit ich Zei­tun­gen le­sen kann, ist der Nah­ost­kon­flikt ein The­ma. Im Kern ging es im­mer dar­um, die is­rae­li­sche und die pa­läs­ti­nen­si­sche Sei­te an den Ver­hand­lungs­tisch zu brin­gen, um über ei­ne Zwei­staa­ten­lö­sung zu dis­ku­tie­ren. Als ei­ne Lö­sung 2007 in die Nä­he rück­te, er­wies sich der Pa­läs­ti­nen­ser­prä­si­dent Ab­bas ein­mal mehr als schwa­cher Füh­rer sei­nes Vol­kes und mach­te ei­nen Rück­zie­her. In­zwi­schen ist es rein geo­gra­fisch un­mög­lich ge­wor­den, das Ge­biet in zwei selbst­stän­di­ge Staa­ten auf­zu­tei­len. Wer im­mer noch von ei­ner Zwei­staa­ten­lö­sung spricht, be­treibt ver­mut­lich po­li­ti­sche Ro­man­tik auf Kos­ten der Pa­läs­ti­nen­ser.

Was nun? Der is­rae­li­sche Es­say­ist und Schrift­stel­ler Abra­ham B. Je­ho­schua un­ter­brei­tet in die­sem Heft ein Sze­na­rio für die Zu­kunft bei­der Völ­ker. Selbst das il­li­be­ra­le, vor drei Wo­chen vom is­rae­li­schen Par­la­ment ra­ti­fi­zier­te Ge­setz, wel­ches Is­ra­el als den Na­tio­nal­staat der Ju­den de­fi­niert und so­mit jü­di­sche Is­rae­lis über ara­bi­sche Is­rae­lis stellt, än­dert grund­sätz­lich nichts an der Qua­li­tät sei­nes in Is­ra­el viel­dis­ku­tier­ten Vor­schlags.

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