Am Tag nach dem Brand: Auf­räu­men und Dank­bar­keit

Der ver­hee­ren­de Brand in Un­te­rohrin­gen von Don­ners­tag­abend ist noch un­ge­klärt. Die Be­trof­fe­nen sind froh, dass we­der Mensch noch Tier zu Scha­den kam.

Der Landbote - - REGION - Dt

Kurz vor 21 Uhr hör­te Ros­ma­rie St­ein­mann lau­te Ru­fe der Käl­ber. Sie ging zum Fens­ter und sah das Be­triebs­ge­bäu­de, das in U-form an den Stall an­ge­baut war, in Flam­men ste­hen. «Das Dach brann­te be­reits lich­ter­loh», er­in­nert sie sich. Die Se­nior­bäue­rin alar­mier­te die Feu­er­wehr und ih­ren Mann, der im Bü­ro war. Karl St­ein­mann rann­te so­fort zum bren­nen­den Ge­bäu­de, wo sein Sohn Mar­cel und sein Cou­cou­sin Si­mon, wel­che die bei­den Hö­fe im Brun­nen­wies füh­ren, auch ge­ra­de ein­tra­fen. Das Feu­er war weit her­um sicht­bar. Be­rufs­kol­le­gen aus der Um­ge­bung eil­ten her­bei, um die rund 180 Käl­ber und Mast­mu­nis der bei­den Land­wir­te zu ret­ten. Die Feu­er­wehr – von Ros­ma­rie St­ein­mann, den Nach­barn und ei­nem auf­merk­sa­men Au­to­fah­rer alar­miert– sei sehr schnell ein­ge­trof­fen.

Mit drei Dreh­lei­tern rück­ten die Feu­er­wehr­kräf­te aus Seuzach, Hett­lin­gen-dä­ger­len, Win­ter­thur, Wal­li­sel­len und Ef­fre­ti­kon dem Brand zu Lei­be. Sie konn­ten ein Über­grei­fen der Flam­men auf das Wohn­haus so­wie den Stall ver­hin­dern. Die Brand­schutz­mau­er zwi­schen dem bren­nen­den Ge­bäu­de und dem Stall hielt aus­ser­dem stand. Die Feu­er­wehr sei die gan­ze Nacht am Lö­schen ge­we­sen, er­zählt Ros­ma­rie St­ein­mann. Noch ges­tern sei­en Brand­her­de auf­ge­tre­ten. Doch trotz des Schre­ckens: Die Fa­mi­li­en St­ein­mann sind dank­bar, dass Mensch und Tier nichts pas­siert ist. Be­geis­tert sind sie vom Ein­satz der Feu­er­weh­ren. «Wir sind über­haupt den vie­len Leu­ten dank­bar, die uns in die­ser Nacht zur Sei­te stan­den.» Ne­ben dem Auf­räu­men muss­ten ges­tern die Tie­re aus­sor­tiert wer­den, die bei der Ret­tung durch­ein­an­der­ge­ra­ten wa­ren. Die Brand­ur­sa­che ist noch un­ge­klärt, der Sach­scha­den wird auf meh­re­re Hun­dert­tau­send Fran­ken ge­schätzt.

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