So un­ter­schied­lich sitzt die Stadt Zü­rich

Ob aus ro­ten oder brau­nen Holz­lat­ten, zum An­leh­nen oder Lie­gen – die Zürcher Bän­ke sind viel­fäl­tig.

Der Landbote - - ZÜRICH - Giu

Sie stellt den kleins­ten Be­geg­nungs­raum zwi­schen Men­schen dar. Die Re­de ist von der Sitz­bank. Knapp 8000 Sitz­ge­le­gen­hei­ten be­treut das Tief­bau­amt der Stadt Zü­rich. Et­was über 1000 da­von ste­hen im Zürcher Wald­ge­biet. Zu­dem be­fin­den sich et­was über 1500 Bän­ke in der Ob­hut der Ver­kehrs­be­trie­be Zü­rich (VBZ). So vie­le Sitz­ge­le­gen­hei­ten, wie es gibt, so ver­schie­den ist auch ih­re Nut­zungs­art und ihr Aus­se­hen. Je nach Um­stand hält man sich un­ter­schied­lich lan­ge auf ei­ner Sitz­bank auf.

Ist die Bank als Treff­punkt für ei­ne Ver­ab­re­dung ge­dacht, wird sie vom War­ten­den durch­schnitt­lich 20 Mi­nu­ten in An­spruch ge­nom­men. Setzt man sich aber auf ei­ne Bank in der Stadt Zü­rich, um sein Mit­tag­es­sen zu sich zu neh­men, kann der Auf­ent­halt zwi­schen 10 und 60 Mi­nu­ten va­ri­ie­ren. Will man sich von kör­per­li­chen Stra­pa­zen er­ho­len oder mit dem Blick in die Fer­ne schwei­fend ent­span­nen, kann dies im Durch­schnitt zwi­schen 30 Mi­nu­ten und meh­re­ren St­un­den dau­ern. So lau­ten die In­for­ma­tio­nen des Tief­bau­amts der Stadt Zü­rich, wenn es um die un­ter­schied­li­chen Nut­zungs­ab­sich­ten von Sitz­bän­ken geht. Dar­aus re­sul­tie­ren auch un­ter­schied­li­che An­sprü­che an La­ge, Form, Ma­te­ri­al und Art der Bank. Ent­spre­chend sol­len sie so­wohl Bli­cke in die Fer­ne als auch in die Nä­he bie­ten: auf die Land­schaft, Ge­bäu­de und Ve­ge­ta­ti­on wie auch auf an­de­re Men­schen im Stadt­raum. Ober­flä­che und Sitz­po­si­tio­nen sol­len in al­len Va­ri­an­ten an­ge­nehm sein. So fin­den sich in der Stadt Zü­rich acht un­ter­schied­li­che Ty­pen von Sitz­ge­le­gen­hei­ten, die et­was ge­nau­er vor­ge­stellt wer­den sol­len.

• Lan­di­bank: Die­se Sitz­bank mit ih­ren grü­nen Holz­lat­ten auf ei­nem nied­ri­gen, ge­schwun­ge­nen Stahl­rohr­rah­men fin­det sich zu Hun­der­ten in den Zürcher Parks und Grün­an­la­gen. Ent­wor­fen wur­de sie im Jahr 1939 ei­gens für die Schwei­ze­ri­sche Lan­des­aus­stel­lung. • Lö­wen­bank: Der So­ckel mit Löwe ist aus Guss, und die Holz­lat­ten sind rot la­ckiert. Die­se Sitz­bank wur­de 1887 für die Zürcher Quai-an­la­gen ent­wi­ckelt und fin­det sich an his­to­ri­schen Or­ten wie auch in See­nä­he wie­der.

• Klos­ter­hof­bank: In ih­rem Aus­se­hen äh­nelt die Klos­ter­hof­bank mit ih­ren na­tur­be­las­se­nen oder be­han­del­ten Holz­lat­ten und dem Stahl­rohr­rah­men der Lan­di­bank. Je­doch geht bei die­sem Bank­typ die Sitz­flä­che di­rekt in die Rü­cken­leh­ne über. Sie ist in Grün­an­la­gen und na­he von Ge­wäs­sern an­zu­tref­fen.

• Stras­sen­bank: Die aus Alu­mi­ni­um oder Hart­gum­mi be­ste­hen­de Sitz­bank trifft man ent­lang von Stras­sen, auf Plät­zen oder na­he von Ver­kehrs­kno­ten in der Stadt Zü­rich an. Die Sitz­bank gibt es auch in ei­ner Aus­füh­rung mit Rü­cken­leh­ne. Die­se Ver­si­on fin­det man ent­lang des Lim­mat­quais. • Grün­an­la­gen­bank: Die Sitz­bank aus rot la­ckier­tem Holz fin­det man in Zü­rich vor­nehm­lich an his­to­ri­schen Or­ten. Ih­re Be­son­der­heit ist, dass sie mo­bil, al­so nicht am Bo­den ver­an­kert ist. Der Bank­fuss ist aus Stahl ge­fer­tigt.

• Vbz-bän­ke oder -Steh­hil­fen:

Aus Holz und Chrom­stahl sind die Sitz­ge­le­gen­hei­ten an den Vbz-hal­te­stel­len ge­fer­tigt. Sitz­bän­ke fin­det man nur dann, wenn die Hal­te­stel­len­in­sel über 2,5 Me­ter breit ist. Dort fin­det man die Steh­hil­fen, die zum An­leh­nen ein­la­den.

• Spe­zi­el­le Sitz­ge­le­gen­hei­ten:

Ob zum Mit­tag­es­sen oder für ein kur­zes Ni­cker­chen – die­se Sitz­ge­le­gen­hei­ten fin­den sich mehr­heit­lich auf Plät­zen oder Grün­an­la­gen und ent­lang von Ge­wäs­sern. Meist sind sie aus Holz und Stahl ge­fer­tigt. An­de­re Ma­te­ria­li­en sind laut dem städ­ti­schen Tief­bau­amt le­dig­lich «in be­grün­de­ten Fäl­len» mög­lich.

Die Lan­di­bank.

Spe­zi­el­le Sitz­ge­le­gen­heit.

Fo­tos: Stadt Zü­rich

Die Lö­wen­bank.

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