Die­se Schul­den­brem­se wi

Der Landbote - - VORDERSEITE -

Es lässt sich nicht weg­re­den: Die Schul­den der Stadt Win­ter­thur sind hoch, und sie sind vor al­lem zu­letzt stark ge­wach­sen. In den letz­ten zehn Jah­ren nahm die Stadt zu­sätz­lich Kre­di­te im Um­fang von fast ei­ner Mil­li­ar­de Fran­ken auf. Die Net­to­ver­schul­dung be­läuft sich heu­te auf über

1,2 Mil­li­ar­den, das sind mehr als drei Vier­tel ei­nes städ­ti­schen Jah­res­bud­gets und rund 11 100 Fran­ken pro Ein­woh­ner.

Die Vor­stel­lung, die­se Ent­wick­lung mit ei­ner Schul­den­brem­se zu stop­pen, ist ver­lo­ckend. Al­les an­de­re als ein Ja zur ent­spre­chen­den Ab­stim­mung am 25. No­vem­ber wä­re denn auch ei­ne Über­ra­schung. Die Par­la­ments­mehr­heit und der Stadt­rat ra­ten zur An­nah­me der Schul­den­brem­se. Und auch wenn die lin­ken Par­tei­en sich ge­gen die Vor­la­ge weh­ren, sie ei­nen «Pa­pier­ti­ger» und «Eti­ket­ten­schwin­del» schimp­fen, wer­den im­mer noch vie­le der For­mel fol­gen: Wenn es nichts nützt, so scha­det es nichts. Ge­nau dar­auf läuft die­se Vor­la­ge hin­aus. Sie rich­tet kaum Scha­den an, wird aber auch kaum et­was nüt­zen, um dem Schul­den­pro­blem der Stadt Herr zu wer­den – und zwar aus drei Grün­den.

Ers­tens führt die Schul­den­brem­se bloss ein, was so­wie­so kommt: die Pflicht zu ei­ner aus­ge­gli­che­nen Haus­halts­füh­rung. Das neue Ge­mein­de­ge­setz schreibt näm­lich al­len Ge­mein­den vor, dass sich Ein­nah­men und Aus­ga­ben die Waa­ge hal­ten müs­sen, je­weils über ei­nen Zei­t­raum von vier bis acht Jah­ren be­trach­tet. Wie gross die­ser Zei­t­raum sein soll und wel­che Jah­re her­an­ge­zo­gen wer­den sol­len, darf je­de Ge­mein­de in ih­ren Be­stim­mun­gen selbst fest­schrei­ben. Bis 2022 muss die Vor­ga­be um­ge­setzt sein. Mit ei­nem Ja zur Schul­den­brem­se hät­te

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