«Ein Blick in den Sei­ten­spie­gel vom Chauf­feur hät­te ge­nügt»

Der Landbote - - VORDERSEITE - Hei­di Heus­ser, Win­ter­thur

Kürz­lich woll­te ich mit mei­ner Mut­ter und mei­nem Sohn im Bug­gy mit dem 2er-bus ab Hal­te­stel­le Tech­ni­kum Rich­tung Se­en fah­ren. Pünkt­lich hielt der Bus beim Tech­ni­kum. Ich mit mei­nem Sohn im Bug­gy und mei­ne Mut­ter an den Krü­cken be­ga­ben uns zur Tür mit dem Kin­der­wa­gen­sym­bol. Mei­ne Mut­ter stieg als Ers­te in den Bus. Da­nach woll­te ich mit dem Bug­gy ein­stei­gen. Wäh­rend des Ein­stei­ge­vor­gangs schloss sich die Tü­re.

Mit der frei­en Hand drück­te ich den Tür­öff­ner, wor­auf sie sich halb öff­ne­te. Be­vor ich ein­stei­gen konn­te, schloss sie sich wie­der und der Chauf­feur fuhr ra­sant da­von. Die­se Zeit­span­ne war so kurz, dass mei­ne Mut­ter sich nicht mal set­zen konn­te, ob­wohl ei­ne Frau ihr so­fort ih­ren Platz an­bot.

Der Bus fuhr so un­ver­mit­telt an, dass ich den Bug­gy zu­rück­zie­hen muss­te, um nicht mit­ge­schleift zu wer­den. Der Bus war gut be­setzt, je­doch hät­te ich noch su­per Platz ge­fun­den.

Zu Hau­se er­zähl­te mir mei­ne Mut­ter, dass der Fahr­stil des Chauf­feurs sehr ruck­ar­tig und ra­sant war. Sie muss­te sich wäh­rend der Fahrt am Sitz fest­hal­ten, um den nicht an­ge­mes­se­nen Fahr­stil ab­zu­fe­dern. Ein Blick in den Sei­ten­spie­gel vom Chauf­feur hät­te ge­nügt, um zu se­hen, wie ge­fähr­lich die Si­tua­ti­on für mich und mei­nen Sohn war.

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