Gla­xo schliesst Ver­trag mit Am­gen

LON­DON Xstra­ta-Ak­ti­en tau­chen trotz so­li­der För­der­zah­len – Ge­winn des Öl­kon­zerns BP fällt 53%

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA -

Ir­gend­wann muss­te es so weit sein. Nach elf Han­dels­ta­gen mit Ge­win­nen fie­len die Kur­se am Di­ens­tag. Der FTSE-100-In­dex gab 1,3% auf 4528,84 nach. Das ent­spricht ei­nem Mi­nus von 1% seit Frei­tag der Vor­wo­che. Seit An­fang März ist der Re­fe­ren­z­in­dex 30% ge­stie­gen.

Dank der mehr­heit­lich so­li­den Un­ter­neh­mens­ab­schlüs­se ge­hen im­mer mehr Au­gu­ren da­von aus, dass sich die welt­wei­te Re­zes­si­on dem En­de zu­neigt. Im Bond­markt stie­gen die Kur­se. Die Ren­di­te der zehn­jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen fiel denn auch zwei Ba­sis­punk­te (Bp) auf 3,94% (–3 Bp seit Frei­tag).

Für den Öl­rie­sen BP (–0,9% auf 503 p) macht sich der deut­lich ge­sun­ke­ne Öl­preis ne­ga­tiv be­merk­bar. Auf Ba­sis der Wie­der­be­schaf­fungs­kos­ten fiel der Ge­winn im zwei­ten Quar­tal im Ver­gleich zur Vor­jah­res­pe­ri­ode um 53% auf 6,7 Mrd.$. Die Net­to­ver­schul­dung des Kon­zerns er­höh­te sich von 26,6 auf 27,1 Mrd.$, was ei­ner Ver­schul­dungs­quo­te von 22% ent­spricht (vgl. Sei­te 24).

Der in Zug do­mi­zi­lier­te Mi­nen­kon­zern Xstra­ta (–5,2% auf 735,2 p) hat die För­de­rer­geb­nis­se für das ers­te Halb­jahr ver­öf­fent­licht. Wäh­rend 11% mehr Koh­le ge­för­dert wur­de, stieg die Kup­fer­pro­duk­ti­on um 1%, was in­ner­halb der Er­war­tun­gen lag. Kei­ne Neu­ig­kei­ten gab es zu den Plä­nen für ei­ne Fu­si­on mit Ang­lo Ame­ri­can (–4,2% auf 1835 p).

Dank gu­ten Aus­sich­ten in den USA avan­cier­ten die Ak­ti­en des Ver­lags­hau­ses Pe­ar­son (+10,6% auf 670 p) deut­lich. Der Um­satz des Her­aus­ge­bers der «Fi­nan­ci­al Ti­mes» fiel im ers­ten Halb­jahr mit 2,4 Mrd.£ (4,2 Mrd. Fr.) un­ver­än­dert aus. Der Vor­steu­er­ge­winn stieg 13% auf 62 Mio. £. In den USA sind be­son­ders die Pu­bli­ka­tio­nen im Bil­dungs­be­reich ge­fragt.

Die Bil­li­ga­ir­line Rya­nair (–5,6% auf 3.18 €) hat den Ge­winn dank tie­fe­ren Treib­stoff­kos­ten auf 136,5 Mio. € ver­fünf­facht. Die Flug­ge­sell­schaft mit der ge­rings­ten Kos­ten­ba­sis der Bran­che stellt in Aus­sicht, dass der durch­schnitt­li­che Flug­preis bis En­de Jahr um 20% fällt. Da­mit soll si­cher­ge­stellt wer­den, dass die Flug­zeu­ge gut aus­ge­las­tet sind. Rya­nair-CEO Micha­el O’Lea­ry er­war­tet, dass die Air­line von der Kri­se, ähn­lich wie die Bil­lig­an­bie­ter an­de­rer Bran­chen, wei­ter pro­fi­tiert.

Der Tele­com­kon­zern BT Group (–2,7% auf 112,1 p), der am Don­ners­tag sein Quar­tals­er­geb­nis ver­öf­fent­licht, ar­bei­tet an der Re­struk­tu­rie­rung des Gross­kun­den­ge­schäfts Glo­bal Ser­vices. Ge­mäss Lu­is Al­va­rez, der zu­sam­men mit Ha­nif La­la­ni die Ver­ant­wor­tung für den Be­reich trägt, sind ers­te Fort­schrit­te spür­bar (vgl. Sei­te 25). Bran­chen­nach­bar Vo­da­fo­ne (–1,4% auf 118,55 p) stell­te an der Ak­tio­närs­ver­samm­lung klar, dass er die bri­ti­sche Mo­bil­te­le­fo­nietoch­ter der Deut­schen Te­le­kom nicht im Vi­sier ha­be.

Der Phar­ma­kon­zern Gla­xo Smith Kli­ne (+1,5% auf 1171,5 p) hat ei­nen Ver­trag mit dem US-Bio­tech-Rie­sen Am­gen ge­schlos­sen. Gla­xo soll in Eu­ro­pa und in den Schwel­len­län­dern das Me­di­ka­ment De­no­sum­ab ver­trei­ben, das zur Be­hand­lung von Os­teo­po­ro­se vor­ge­se­hen ist. De­no­sum­ab wird ein Um­satz in Mil­li­ar­den­hö­he zu­ge­traut.

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