Schwei­zer Kult-Ob­jek­te (2/7)

Finanz und Wirtschaft - - DERIVATE -

Al­f­red Ne­wec­zer­zal, ein in Da­vos ge­bo­re­ner Nach­fah­re ame­ri­ka­nisch-böh­mi­scher Ein­wan­de­rer, tüf­telt An­fang der Dreis­si­ger­jah­re in sei­nem Kel­ler an Kü­chen­hel­fern und Spiel­sa­chen. 1936 mel­det er in Deutsch­land ein dem Na­men nach un­spek­ta­ku­lä­res Pa­tent an: Ge­mü­se­ho­bel mit ver­stell­ba­rem Mes­ser. Doch es ist der Be­ginn ei­ner Er­folgs­ge­schich­te. Nach dem Krieg wird der in­ter­na­tio­na­le Mus­ter­schutz für den Spar­schä­ler «Rex» be­an­tragt. Er ver­kör­pert ei­ne der bes­ten Schwei­zer Ei­gen­schaf­ten: Das Ein­fa­che gut und das Gu­te ein­fach ma­chen. Mitt­ler­wei­le wer­den pro Jahr zwei Mil­lio­nen Stück her­ge­stellt und zwei Drit­tel da­von ins Aus­land ge­lie­fert. Ins­ge­samt ist der Spar­schä­ler be­reits rund 60 Mil­lio­nen Mal über den La­den­tisch ge­wan­dert. Das eben­so ein­fa­che wie nütz­li­che Ge­rät ziert zu­dem seit 2004 ei­ne Brief­mar­ke der Schwei­zer Post.

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