Me­tro

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - CB

Der Han­dels­kon­zern Me­tro wird nicht zum Zug kom­men, wenn sich die Gläu­bi­ger der in­sol­ven­ten Wa­ren­haus­grup­pe Kar­stadt am Mon­tag tref­fen, um sich dar­auf zu ei­ni­gen, mit wel­chem Bie­ter am Mitt­woch ein Ver­trag un­ter­zeich­net wer­den soll. Me­tro-Ver­tre­ter sind die­se Wo­che zwar noch­mals mit Kar­stadt-In­sol­venz­ver­wal­ter Klaus Hu­bert Görg zu­sam­men­ge­kom­men, Wir­kung hat es aber kei­ne ge­zei­tigt: Die Vor­be­din­gun­gen für die Ab­ga­be ei­ner Of­fer­te hät­ten sich nicht ge­än­dert, er­klär­te am Frei­tag ein Me­tro-Spre­cher ge­gen­über Dow Jo­nes News­wire.

Ei­ne zen­tra­le Vor­be­din­gung lau­tet, dass Kar­stadt als Gan­zes ver­kauft wer­den soll. Me­tro je­doch will nur ei­nen grös­se­ren Teil der Häu­ser er­wer­ben und sie mit der ei­ge­nen Wa­ren­haus­toch­ter Kauf­hof zu ei­ner Wa­ren­haus-AG zu­sam­men­fü­gen. Drei voll­stän­di­ge An­ge­bo­te lie­gen für Kar­stadt vor. Sie stam­men von dem Fi­nanz­in­ves­tor Tri­ton, dem In­ves­tor Nicolas Berg­gru­en so­wie vom Wa­ren­haus-Ver­mie­ter­kon­sor­ti­um High­s­treet um die US-Bank Gold­man Sachs. Die Chan­cen des rus­si­schen In­ter­es­sen­ten Pa­cho­mow wer­den als ge­ring ein­ge­stuft. Die Ar­beit­neh­mer­sei­te sym­pa­thi­siert mit der Berg­gru­en-Of­fer­te.

Me­tro bleibt je­doch in Lau­er­stel­lung – mehr als ei­ne Ab­sichts­er­klä­rung wird am Mitt­woch kaum un­ter­zeich­net. Oh­ne­hin fährt die Grup­pe zwei­glei­sig, lo­tet sie doch auch den Ver­kauf des ei­ge­nen Wa­ren­haus­ge­schäfts aus. Ei­nem Ge­rücht zu­fol­ge sol­len In­ves­to­ren ge­be­ten wor­den sein, bis am Mon­tag An­ge­bo­te vor­zu­le­gen. An der Bör­se wird die Ent­wick­lung wach­sam ver­folgt, das aber nur pas­siv: Die Ak­ti­en Me­tro blie­ben mit ei­nem Wo­chen­ver­lust von 0,6% auf 42.50 € un­auf­fäl­lig.

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