Zu­satz­schlau­fe für Ab­zo­cker-Initia­ti­ve

Finanz und Wirtschaft - - IN KÜRZE -

Das Par­la­ment weiss of­fen­bar nicht, was es will: Ur­sprüng­lich soll­te der Ab­zo­cker-Initia­ti­ve des Un­ter­neh­mers Tho­mas Min­der ein in­di­rek­ter Ge­gen­vor­schlag in Form der Ak­ti­en­rechts­re­vi­si­on ge­gen­über­ge­stellt wer­den. Mit ei­nem ers­ten Schwen­ker stell­te das Par­la­ment im Früh­jahr um und woll­te ei­nen di­rek­ten Ge­gen­vor­schlag auf Ver­fas­sungs­ebe­ne er­ar­bei­ten. Nun hat es sich nach et­li­chen par­tei­po­li­ti­schen Wir­ren wie­der für ei­nen in­di­rek­ten Ge­gen­vor­schlag auf Ge­set­zes­ebe­ne aus­ge­spro­chen. Um ge­nü­gend Zeit für die Aus­ar­bei­tung ei­ner ent­spre­chen­den Vor­la­ge zu er­hal­ten, ha­ben bei­de Rä­te die Frist für die Be­hand­lung der Initia­ti­ve um ein Jahr bis 26. Au­gust 2011 ver­län­gert. Da­mit fin­det ei­ne all­fäl­li­ge Volks­ab­stim­mung erst nach den Par­la­ments­wah­len 2011 statt. So rich­tig der Ent­scheid für ei­nen in­di­rek­ten Ge­gen­vor­schlag in der Sa­che ist, so we­nig för­dert das un­über­sicht­li­che par­la­men­ta­ri­sche Hin und Her das Ver­trau­en in die Po­li­tik.

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