SNB ist «auf vie­les vor­be­rei­tet»

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - RG

Fällt der Wert des Eu­ros im Ver­gleich zum Schwei­zer Fran­ken, hat das ei­nen di­rek­ten Ein­fluss auf die Bör­sen­no­tie­run­gen. Der Zu­sam­men­hang wur­de den In­ves­to­ren am Frei­tag­mit­tag wie­der ein­mal schmerz­lich vor Au­gen ge­führt (vgl. Sei­ten 3 und 5). Die An­le­ger an­ti­zi­pie­ren, dass es die Schwei­zer Ex­port­wirt­schaft hart trifft, wenn der Fran­ken zu teu­er wird.

Ay­mo Bru­n­et­ti, Lei­ter der Di­rek­ti­on Wirt­schafts­po­li­tik des Staats­se­kre­ta­ria­tes für Wirt­schaft (Se­co), sagt, die Schwei­zer Wirt­schaft be­kom­me ein «ech­tes Pro­blem», wenn die Zu­kunft des Eu­ros un­si­che­rer wird. Er führ­te am Mitt­woch an ei­nem An­lass des Fo­rums für Uni­ver­si­tät und Ge­sell­schaft der Uni Bern aus, dass ei­ne plötz­li­che Auf­wer­tung des Fran­kens das schlech­tes­te Sze­na­rio wä­re. Ei­ne lang­sa­me, ma­kro­öko­no­misch be­grün­de­te Ab­wer­tung des Eu­ros sei hin­ge­gen für ei­ne star­ke Volks­wirt­schaft wie die schwei­ze­ri­sche zu ver­kraf­ten. Des­we­gen zeig­te sich Bru­n­et­ti be­ru­higt über das «de­zi­dier­te Ein­schrei­ten» der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank (SNB) ge­gen ei­ne schock­ar­ti­ge Fran­ken­auf­wer­tung.

Bis­lang hat­te die SNB den Eu­ro mit um­fang­rei­chen Mass­nah­men ge­stützt; im März 2009 be­gann sie, De­vi­sen als un­be- fris­te­te Li­qui­di­tät zu kau­fen. Ob, wie und in wel­chem Aus­mass sie das wei­ter­hin zu tun ge­denkt, konn­te Mar­le­ne Am­stad, Lei­te­rin der Fi­nanz­markt­ana­ly­se der SNB, am An­lass der Uni Bern nicht sa­gen. Die No­ten­bank sei aber «auf vie­les vor­be­rei­tet», er­klär­te sie. Ziel der SNB sei wei­ter­hin, der Auf­wer­tung des Fran­kens Ein­halt zu ge­bie­ten. De­vi­sen­käu­fe sei­en ein «sehr ef­fek­ti­ves Mit­tel» da­zu. Am­stad be­fürch­tet nicht, dass das Wachs­tum der Geld­men­ge zu In­fla­ti­on füh­ren wird, weil mit Re­ver­se Re­pos und den SNB-Bills ge­eig­ne­te Mit­tel be­stün­den, um über­schüs­si­ge Li­qui­di­tät ab­zu­schöp­fen.

Zur Staats­ver­schul­dung der Schweiz er­klär­te Bru­n­et­ti, die Schul­den­brem­se ha­be ih­ren Zweck so gut er­füllt, dass an­de­re eu­ro­päi­sche Län­der sie nun zu ko­pie­ren be­gin­nen. Nach­dem in der Schweiz die Staats­ver­schul­dung auf Stu­fe Bund in den Neun­zi­ger­jah­ren von 10 auf über 25% des Brut­to­in­land­pro­dukts ge­stie­gen war, konn­te man sie dank der Schul­den­brem­se mitt­ler­wei­le auf 20% re­du­zie­ren. Als Er­folgs­fak­to­ren nann­te er die ho­he Le­gi­ti­ma­ti­on in der Ver­fas­sung, ih­re aus­glei­chen­de Wir­kung im Boom wie auch im Ab­schwung und die ho­hen Hür­den für aus­ser­or­dent­lich Aus­ga­ben.

Per­so­nen HBM Bio­ven­tures, Zug: Ge­mäss ei­nem Be­schluss des Ver­wal­tungs­rats vom Mai 2009 wird die An­zahl der Mit­glie­der im Füh­rungs­gre­mi­um von sie­ben auf fünf re­du­ziert. Wie der Ein­la­dung zur Ge­ne­ral­ver­samm­lung vom 25. Ju­ni in Cham zu ent­neh­men ist, en­den die Man­da­te von Hen­ri B. Mei­er ( Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent seit der Grün­dung der Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft vor neun Jah­ren) und Ul­rich Abs­ha­gen. Bei­de stel­len sich nicht mehr zur Wie­der­wahl. Die Nach­fol­ge im Prä­si­di­um wird an der Sit­zung der Ver­wal­tungs­rats vom 25. Ju­ni be­schlos­sen und an der an­schlies­sen­den Ge­ne­ral­ver­samm­lung mit­ge­teilt. Als Kan­di­dat vor­ge­schla­gen ist Hans Pe­ter Has­ler, ehe­ma­li­ger Chief Ope­ra­ting Of­fi­cer (COO) von Bio­gen Idec.

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